Wer hat an der Uhr gedreht?

Wer hat an der Uhr gedreht?

August 1, 2024 2 Von Padeffke

Ich weiß ja auch nicht, irgendjemand scheint ein Hobby daraus gemacht zu haben Zeiger in einem irrsinnigen Tempo nach vorne zu schubsen. Oder liegt es nur am Alter, dass die Zeit zu schnell vorbei fliegt? Wie dem auch sei – wir sind erst seit über fünf Wochen in Deutschland und sind schon wieder am Einpacken. Und wenn ich sage Einpacken, dann meine ich nicht nur unsere vier Reisetaschen mit Klamotten.

„Naja“, mag der geneigte Leser denken, „so schlimm und so viel kann das ja nun auch nicht sein, was ihr da packen müsst.“

Dem kann ich nur mit einem wissenden Lächeln mit einen eloquenten „Pfffhh, hast du eine Ahnung!“ entgegnen.

Wir haben es nämlich innerhalb von 24 Stunden nach unserer Ankunft geschafft, das ganze Haus komplett für uns einzunehmen und es in ein, uns ganz eigenes, Chaos zu stürzen.

Alle Kartons, die wir vor 19 Monaten akribisch und auch nicht so akribisch gepackt haben, wurden geöffnet, bestaunt und ausgeräumt oder auch ganz schnell wieder geschlossen, um die Inspektion des Inhaltes auf irgendwann mal zu verschieben.

So einiges wurde aussortiert, verschenkt, auf dem Flohmarkt oder bei ebay verkauft. Und manches durfte auch den Weg des Endlichen gehen.

Max sucht noch immer ein neues Zuhause.

Unfassbar viel Playmobil wurde gesichtet, sortiert, aufgebaut, fotografiert und in die entsprechenden Kartons gepackt.

Noch so einiges mehr hat sich munter und recht vergnügt seinen Weg in alle Zimmer gebahnt und möchte nun wieder aus dem Kinderparadies abgeholt werden, um gemütlich für das nächste Jahr in Kisten verstaut zu werden und warm und trocken im Keller auf uns zu warten.

(Ja, auch den nächsten Sommer möchten wir im warmen Norden verbringen.)

Auf jeden Fall ist die Zeit einfach zu schnell vorbeigegangen und langweilig wurde es uns nicht.

Schön war es. Wir haben Familie und Freunde getroffen, auch wenn wir leider nicht jeden sehen konnten. Wir waren fünf wunderbare entspannte Tage mit meiner Mama Marlies in Dangast, auf der alljährlichen Familienfeier in Köln, Christian war ein paar Tage in Berlin und auch in Dörnten.

Kurhaus Dangast
Familienfeier in Köln

Wir hatten Tage, an denen wir drei Verabredungen pro Tag wahrgenommen haben, Tage, an denen wir nur im Keller Kartons sortierten oder die Tage, an denen wir auch mal ausgeschlafen haben, uns eine Massage gegönnt oder eine Kosmetikbehandlung genossen haben oder waren im Werdersee schwimmen.

Wir haben unsere Meerschweinchen in ihrem neuen Zuhause besucht, waren in allen unseren Lieblingsrestaurants essen, soviel leckeren Käse gemummelt, bis er uns aus den Ohren heraus kam und vor allem den weltbesten Rhabarberkuchen gegessen.

Pollie weilte eine Woche auf dem Ponyhof, während Oskar drei Tage mit dem Jungen Gospelchor in Dornum im Chorcamp war.

Wir haben viel erlebt, hatten tolle Begegnungen, intensive Gespräche, zu Tränen rührende Wiedersehen und vor allem die Gewissheit immer Willkommen und zu Hause zu sein.

Wir fliegen am Montag (5.8.24) mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück in unser anderes Zuhause und werden euch vermissen.

Aber:

„Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder – keine Frage!“