Tag 14 und 15 : Litchfield National Park (Safari Lodge) – Darwin (McMinns Lagoon)

Tag 14 und 15 : Litchfield National Park (Safari Lodge) – Darwin (McMinns Lagoon)

April 28, 2025 0 Von Padeffke

Tag 14: Abgabetag und wie immer eine kleine Herausforderung, denn jetzt heißt es alles, was wir in den letzten knapp zwei Wochen im WoMo verteilt haben, wieder einzusammeln und in unsere Reisetaschen zu verstauen.

Oskar und Pollie waren die ersten, die ihre Sachen völlig unprätentiös innerhalb von gefühlt 3 Sekunden in eine der vier Taschen verstaut haben. In Rekordzeit haben wir die Bettwäsche abgezogen, unsere Ersatzbettdecke in einer weiteren Tasche verstaut, die Lebensmittel, Schüsseln, Teller und, das Allerwichtigste – unsere Espressokanne, eingepackt.

Dann sind wir zu unserem allerletzten Sightseeing-Stopp, den Wanga Falls gefahren.

Angeblich sind dies die schönsten und bekanntesten Wasserfälle im Litchfield Park. Sie sind leider auch weitestgehend gesperrt. Der Krokodile wegen kann man dort nicht schwimmen gehen – aber immerhin konnten wir einen kleinen Blick darauf werfen. 

Die Wasserfälle waren durchaus schön, aber die Krokofalle mit einem verwesenden Kadaver als Köder, hatte unsere volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen und jeden Gedanken ans Schwimmengehen in diesem Gewässer an den Rand der Unwahrscheinlichkeit gedrängt. Pollie und mich hat es etwas geschüttelt bei dem Gedanken einen Fuß in dieses recht trübe Wasser zu setzen. Wie gesagt: trotzdem hübsch. (Die Florence Falls fanden wir alle vier aber überzeugender.) Vielleicht hatten wir in den letzten Tagen auch einfach zu viele wunderschöne Wasserfälle gesehen.

Gleich im Anschluss sind wir auf fast direktem Weg zu unserem Airbnb gefahren. Einen kleinen Zwischenstopp in Humpty Doo bei Woolworths zum erneuten Lebensmittelaufstocken und schon waren wir in McMinns Lagoon. Unsere ursprünglich gebuchte Unterkunft wurde in letzter Minute abgesagt, wurde aber durch unsere Gastgeberin in eine andere Cabin zwei Häuser weiter umgebucht. Netterweise war dies ein Upgrade mit jeder Menge Platz – naja, nach dem Camper kommt einem alles riesengroß vor – und mit Zugang zum Pool. 

Wir haben dort den Camper ausgeräumt und soweit zur Abgabe vorbereit. Die Kinder haben wir zurück am Pool gelassen und haben zuerst beim Baumarkt die Gasflasche ersetzt, dann unser Campingklo an der einzigen Dump-Station in Darwin entleert, sind anschließend zum Flughafen gefahren, um unser Mietauto abzuholen, haben schnell getankt, um schlussendlich unseren Camper bei der Vermietung um ca 16:30 Uhr abzugeben. Puh, was für ein Ritt.

Wir hatten den Steinschlag, der uns auf der Strecke durch einen entgegenkommenden Roadtrain, ereilt hat, bereits von unterwegs der Campervermietung mitgeteilt und waren etwas erstaunt, dass die Filialleiterin vor Ort davon nichts wusste und somit auch nicht auf die Reparatur vorbereitet war. 

Und da es von unserer Basisversicherung anscheinend nicht abgedeckt wurde, mussten wir uns um die Reparatur selbst kümmern. Netterweise hat uns die Dame von der Vermietung einen Kontakt mitgeteilt und wir konnten das WoMo noch kurz nach Ladenschluss dort abliefern.

Völlig erschöpft und durchgeschwitzt vom Erledigen und Organisieren bei wieder mal 33 Grad Celsius sind wir in unsere Unterkunft gefahren und haben uns mit den Kindern in den Pool begeben und sind erst mal heruntergekommen. Etwas Abendessen und einen Film später sind wir alle platt in unsere Betten gefallen. Wundervolle, richtige bequeme und große Betten, ganz ohne Ritzen, Quietschen oder ein wackelndes Wohnmobil, wenn sich einer von uns umdreht.

Tag 15: McMinns Lagoon

Wow, haben wir gut geschlafen. Richtig gut. Heute haben wir uns nichts vorgenommen. Also fast nichts – denn wir mussten irgendwann den Camper bei der Reparaturwerkstatt abholen und beim Verleih abgeben.

Aber bis dahin stand nur reines Chillen angesagt. Die meisten Zeit haben wir am und im Pool verbracht, haben gelesen, gedöst oder einfach nur in die Luft gekuckt.

Um 15 Uhr bekamen wir die Nachricht, dass wir das WoMo abholen und abgeben können.

Christian und ich waren noch mal kurz auf dem Rückweg im Supermarkt, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Wir haben bei unserer Reiseplanung völlig außer Acht gelassen, dass der nächste Tag Karfreitag ist und alle Geschäfte geschlossen sind. Entsprechend hatten wir die Unterkunft nur bis Freitag morgen gebucht, denn wir wollten bis zu unserem Abflug Samstag morgen 0:30 Uhr Darwin unsicher machen und erkundigen.

Da ja aber alles geschlossen hatte und es nicht einmal Museen geöffnet hatten, haben wir bei unserer Vermieterin nachgefragt ob wir gegebenenfalls die Unterkunft noch bis Freitagnacht mieten könnten. Glücklicherweise war das kein Problem, da die nächsten Gäste erst Samstagmittag anreisen würden.

So haben wir uns gegen Mittag aufgemacht, um die 30 Minuten nach Darwin zu fahren, um wenigsten einen kleinen Eindruck der Hauptstadt des Northern Territory‘s zu bekommen. 

Etwas ausgestorben war es. Aber der erste Eindruck war durchaus positiv. Viele kleine Läden, Bistros und Pubs konnten wir ausmachen. Eine nette kleine Fußgängerzone und natürlich der Hafen und eine Schwimmlagune, die bei erneuten 33 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit unser Ziel war.

Die Lagune ist mit Meerwasser gefüllt und vom offenen Meer abgetrennt. Hier oben ist es lebensgefährlich am Strand schwimmen zu gehen, denn hier leben die Saltys, die großen Krokodile und es gibt jede Menge Quallen, mit denen man den Kontakt ebenfalls dringend vermeiden sollte. 

So kurz vor Ostern war rund um die Lagune Osterdeko aufgebaut.

Eine Abkühlung in der Lagune und ein Eis später waren wir wieder auf dem Weg nach Hause.

Hier haben wir gepackt, immer wieder die Taschen mit unserer treuen Kofferwage gewogen, aufgeräumt, unsere Reste gegessen und sind zum Abschied noch mal in den Pool gehüpft. Um 21:30 haben wir uns schließlich auf den Weg zum Flughafen gemacht, haben unser Mietauto abgegeben und uns auf direkten Weg zum Einchecken gemacht.

Wirklich erstaunlich, wieviel nachts auf so einem kleinen Airport los ist. Ein Flieger nach dem anderen landete und flog ab.

Wir verließen das Northern Territory planmäßig um 0:35 Uhr und landeten um 5:15 Uhr mit ein paar Stunden Schlaf in Melbourne. 

Unser Auto hatten wir beim Camper Verleih stehen lassen und haben es dort unversehrt abgeholt. Um 9:30 Uhr (es sind 2,5 Stunden Fahrtzeit vom Flughafen zu uns – ohne Stau versteht sich), am 19.4.25 war unsere Reise zu Ende und wir sind alle glücklich und völlig müde in unsere Betten gefallen und haben erstmal etwas Schlaf nachgeholt.