Tag 7: Uluru – Alice Springs, 453 km

Tag 7: Uluru – Alice Springs, 453 km

April 11, 2025 1 Von Padeffke

Um 5:30 Uhr klingelte unser Wecker. Christians Geburtstag fing verdammt früh an. Bereits um kurz nach sechs fanden wir uns schon wieder auf dem Weg zum Uluru, diesmal zum Sonnenaufgang. Die die Aussichtsplattform zum Sonnenaufgang befindet sich circa 30 Minuten vom Campground im Nationalpark. Ein Glück hatte ich ein Parkticket für drei Tage gebucht, so dass wir nicht jedes Mal in die Bezahlschranke fahren mussten, sondern einfach unseren Pass einscannen und sooft wie wir lustig waren in den Park fahren konnten.

Bei frischen 16° haben wir darauf gewartet, dass die Sonne aufgeht und den roten Monolithen in ihr Licht taucht und zum Glühen bringt. Wir haben Christian einen Schokomuffin mit Kerze mitgebracht. Leider konnten wir die nicht anzünden, da immer noch Feuerverbot herrscht.

Nachdem wir den wundervollen Sonnenaufgang bewundert haben, sind wir zum Parkplatz des Wasserlochs gefahren, und haben uns dort am Fuß des Uluru zum Frühstücken niedergelassen. Ein Wahnsinnsausblick und einmaliges Geburtstagserlebnis.

Der Spaziergang zum einzigen beständigen Wasserloch führte uns durch viele Bäume und dichtes Buschwerk in eine Schlucht. Sehr beeindruckend war, dass alle Leute sehr ruhig waren und diesen heiligen Ort geehrt und genossen haben.

Eine weitere Wanderung haben wir zu den Höhlen am Uluru gemacht. Das war sehr interessant, da man dort auch ein bisschen über die Geschichte der Höhlen erfahren hat. Es gab zum einen die Männerhöhlen, in denen die Männer ihr Wissen weitergegeben haben.

Und um die Ecke gab es die Frauenhöhlen, in denen die Frauen die Nahrung aufbewahrt, zubereitet und weiterverarbeitet und auch gelagert haben. Dort konnte man noch die kleinen Mulden sehen, in denen die Früchte oder Körner gerieben worden sind. Das sah ein bisschen aus wie Mörserschalen.

Am Ende des Pfades gab es ein weiteres Wasserloch zu sehen, das grade etwas mehr Wasser hatte als sonst.

Ich war total begeistert. Es ist so ein magischer, spiritueller Ort, der tief berührt und einfach etwas mit dir macht.

Was wir alle hier allerdings nicht so spirituell und magisch finden, sind die Herrscharen von Fliegen, die in alle Körperöffnung kriechen und krabbeln. Wir haben uns im Gegensatz zu vielen anderen Besuchern leider nicht mit Fliegegazehüten ausgestattet. So müssen wir uns halt tapfer die Spaziergänge im Outback mit Wedeln und Fluchen verbringen, um die kleinen schwarzen Plagegeister von uns fern zu halten.

(Das Wedeln hilft, das Fluchen leider nicht – jedenfalls nicht gegen die Fliegen, nur gegen den Fliegenfrust.)

Da wir noch 4 Stunden Fahrt nach Alice Springs vor uns hatten, haben wir uns, wenn auch widerwillig gegen 1:30pm auf den Weg gemacht.

Von unterwegs habe ich, wenn wir grade mal Netz hatten, die Campsite gebucht. Wieder einmal ein Show Ground, diesmal kurz vor den Stadttoren von Alice Springs. Tatsächlich war es ein richtiger Volltreffer. Ein riesengroßes Areal mit Sportplätzen, Skater, Pferdestellen und Weiden, Dromedaren und vieles mehr. Wir haben lecker Abendbrot gegessen und Christians Geburtstag noch mit etwas Britzlbrause und natürlich Geschenken gebührend gefeiert.