Tag 3 Parham – Lake Hart, 477 km
Unser flotter Indie Camper verfügt über vier Schlafplätze. Zwei befinden sich im hinteren Teil an als Doppelbett, und zwei befinden sich im vorderen Bereich und müssen täglich umgebaut werden. Um den Hausfrieden zu waren, haben Christian und ich den Kindern das größere Bett überlassen. Wir bauen jeden Tag unser kleines Doppelbett um. Eigentlich nicht schlimm, jetzt kommt es aber. Das Bett besteht aus ganz vielen einzelnen Kissen- teilen, was aus den Sitzbänken zusammengepurzelt wird. Daher ist es recht Patchwork mäßig zusammengesetzt und überall sind Ritzen und Löcher und bei jedem umdrehen quietscht das Plastik dementsprechend. Auch dies ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber durchaus machbar, ganz bestimmt irgendwann. auf alle Fälle fühle ich mich ein bisschen wie die Prinzessin auf der Erbse.
Um 7:00 Uhr klingelte bei uns der Wecker. Die Kids haben, angesichts Ermangelung von heißem Wasser, ganz mutig kalt geduscht. Wir haben in Rekordzeit gepackt und sind um 8:00 Uhr losgefahren. Unser Ziel war es, in Port Augusta etwas „op“ zu shoppen und die Vorräte aufzufrischen. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen kleinen Ort mit OP Shop ausgemacht, an dem wir noch einen Zwischenstopp einlegen wollten. Leider war das Angebot dort recht ausgesucht, so dass wir nur einen Kaffee in der Bäckerei eingekauft haben.
Einen weiteren kleinen Stopp haben wir am Lake Bumbunga eingelegt, wo wir ein Seeungeheuer sichteten.




Auf halber Strecke nach Port Augusta leuchtete auf einmal unsere Öllampe am Armaturenbrett auf und zeigt uns an, dass das Öl-Level überschritten sei. Komisch, dabei hatten wir doch gar kein Öl nachgefüllt.
Nach kurzem Austausch mit der 24/7-Hotline der Campervermietung, wurde uns empfohlen eine Werkstatt aufzusuchen. Erster Gedanke: Och nöööö. Zweiter Gedanke war: wird schon gut gehen.
In der Werkstatt „Affordable Automobile“ wurden wir zuerst argwöhnisch betrachtet als wir mit unserem Mietmobil auf den Hof fuhren. Lange Geschichte kurz erzählt – mit dem Auto war alles fein und diese Fehlermeldung scheint nichts ungewöhnliches für unser Modell zu sein. Nachdem der nette Mechaniker einfach nur einen Blick auf die Anzeige geworfen hat und ein paar Knöpfe gedrückt hat, war die Anzeige wieder normal und wir sind frohen Mutes unseres Weges gefahren.
Allerdings nur zurück nach Port Augusta City Center um noch im Op Shop nach Tellern, Gläsern und einem Bettbezug zu stöbern. Wieso Bettbezug? Man mag es gar nicht glauben, die Bettbezüge vom Verleiher bestehen tatsächlich aus 100% Polyester und rascheln nicht nur bei jeder Bewegung, nee nee, es ist auch unglaublich warm darin zu schlafen.
Auf jeden Fall sind wir fündig geworden und sind nach einem weiteren Boxenstopp beim Supermarkt zu unserem angepeilten Nachtquartier am Lake Hart los gedüst.
Kurz hinter Port Augusta ging es offiziell das Outback los.

Eine lange, lange Strecke in der uns Roadtrains, Wohnwagen und einige Autos entgegenkamen. Kängurus haben wir leider nur als Roadkill am Straßenrand gesehen. Auf dem Weg sahen wir ein paar Emus, Krähen, Schafe und Kühe. Letztere sahen eher aus, als wenn sie ausgebüxt wären, da weit und breit keine Station (eine Station ist eine große Schaf oder Rinderfarm im Outback) in der Nähe auszumachen war.






Gegen 16:30 Minuten Uhr haben wir unser Ziel erreicht. Eine Restarea am Stuart Highway mit Blick auf den Lake Hart. Keine Toiletten, kein Wasser, kein Licht und am allerbesten: keine Gebühr.
Als wir ankamen waren schon ein paar Camper vor Ort. Ein gutes Zeichen, denn wir wollten auf keinen Fall alleine irgendwo im Outback übernachten.
Der kleine Spaziergang zum Salzsee war echt schön. Das Vergnügen wurde nur etwas durch die immer gegenwärtige Fliegeninvasion getrübt.











Daher gaben wir uns nach unserer Rückkehr im Camper verschanzt.
Der Sonnenuntergang war unglaublich schön und sehr lang und ohne Fliegen zu bewundern -– die lagen anscheinend schon früh in der Heia – genauso wie wir, denn wir waren echt platt.


Und da es hier keine Lichtverschmutzung gibt, waren die Sterne ganz prima zu sehen.



Hi, Ihr Lieben,
eigentlich bin ich ja nicht so die ständige Kommentatorin, aber wieso gibt es in Bericht 2 und 3 keine Fotos???
Ansonsten, deine Berichte sind toll wie immer, liebe Nuroma, danke!
Viele liebe Grüße euch 4en
Eure Ulla
Hallo liebe Ulla,
schön von dir zu hören. Im Bericht 2 und 3 gibt es viele Fotos. Vielleicht musst du die Seite noch mal neu im Browser öffnen.
Liebe Grüße von uns vieren
Liebe Nuroma! Ich hab jetzt den Übeltäter gefunden: mein PC hat die Fotos einfach weggedrückt, wie er das mit Nachrichten macht, von denen er meint, die sind nicht koscher. Die Fotos gehören einfach zum Text. Ich bekomme fast wieder Sehnsucht
nach dieser Weite und Einsamkeit, die mich damals so beeindruckt haben: Habt noch eine ganz schöne Zeit!!
Ich finde es so schade, dass wir uns nicht sehen, wenn Ihr hier seid, d.h., daß Ihr nicht beim Großfamilientreffen dabei seid.
Ich drück Euch alle ganz doll in Gedanken
Eure Ulla