Sunny Sunshine Coast

Sunny Sunshine Coast

September 7, 2023 2 Von Padeffke

Wir sind hier komplett im Reise- und Entdeckungsfieber. Gleich nach dem Abenteuer entlang der Great Ocean Road haben wir uns erneut auf einen Trip begeben. Diesmal sind wir allerdings der Wärme entgegen und der Kälte entflohen – direkt an die Sunshine Coast nach Queensland. Dort ist der Name Programm. Es herrschen auch im Winter milde Temperaturen und das Meer wird nicht kühler als 20 Grad. Kann man gut aushalten dort.

Wir sind mittags von Melbourne nach Maroochydore geflogen. Dort haben wir für eine Woche einen kleinen Mietwagen in Empfang genommen und sind zu unserer Unterkunft in Marcoola gefahren. Das ist nur ca 10 Minuten vom Flughafen entfernt, so dass wir nach einem Einkaufsstopp unser Quartier beziehen konnten. Leider war es bei unserer Unterkunft schon dunkel und wir haben nur das Innere unserer FeWo sehen können. Das war definitiv besser als die letze Ferienwohnung in Adelaide, bei der sich mir allein bei dem Gedanken daran immernoch die Fußnägel hochklappen.

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Das Bild der Sunshine Coast, Surfers Paradise und der Gold Coast ist geprägt von Hochhausburgen, die meines Erachtens die Küste und die Aussicht verschandeln. Mit unsererer Fereinwohnung in Marcoola hatten wir diesmal so richtig Glück. Quasi ein Hauptgewinn. Wir waren in einem zweistöckigen Wohnkomplex mit lauter Locals, direkt am Strand und totaler Ruhe. Die Wohnung war hell, nett eingerichtet und hatte alles, was unser Herz begehrte. Vor allem aber viel Wärme. Und auch sonst ist Marcoola wie ein kleines Dorf. Es gibt hier keine Hochhäuser. Es gibt ein Café, einen kleinen General Store, einen Surfclub und eine Pizzaria. Einmal die Woche findet auf einem kleinen Platz ein Bauernmarkt statt und ansonten herrscht totale Ruhe. Jedenfalls im Winter.

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Wir waren fast jeden Tag am Strand und sind Schwimmen gegangen. Um diese Jahreszeit war der Strand recht leer. Abgesehen von wenigen Spaziergängern, Surfern und ein paar Anglern, die ihren Fisch gegen die Möwen und Seeadler verteidigen mussten, hatten wir den Strand und das Wasser für uns.

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Wir haben ein paar Ausflüge nach Noosa Heads, Column Beach und Mooloolaba gemacht. Eine Whalewatch Tour stand auch auf dem Programm. Darauf habe ich mich besonders gefreut.

Früh morgens sind wir dafür aufgestanden und bei strahlendem Sonnenschein sollte das Boot vom Maroochydore Pier ablegen. Pollie ging es allerdings nicht so richtig gut und musste kurz vor der Abfahrt noch mal auf die Toilette am Pier. Da ist sie dann auch erst mal für über eine Stunde geblieben und das Boot hat ohne mich und Pollie, dafür mit Oskar und Christian abgelegt. Die Arme hatte es mit einer fiesen Magen-Darm-Verstimmung erwischt. Die kam einfach aus dem Nichts – wie angeflogen. Als das Gröbste vorbei war und sie sich reisetauglich fühlte habe ich sie nach Hause gebracht, mit Tee und Wärmflasche versorgt und bin danach wieder zurück zum Pier gefahren, um Christian und Oskar abzuholen. 

Die Tour war ganz erfolgreich und die beiden haben Wale sehen können. Die Glücklichen. Naja. Irgendwann bekomme ich auch noch welche zu sehen. Bestimmt.

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Beim Ausflug nach Noosa hatten wir uns vorgenommen etwas im Nationalpark spazieren zu gehen und bei den Fairy Pools eine Schwimmpause einzulegen. Nicht ganz so durchdacht war der gewählte Tag: Ein Samstag. Die Parkplätze des Nationalparks waren restlos belegt und auch sonst durfte man nirgendwo parken. So waren wir nach einer Stunde Parkplatzsuche vollends genervt und sind wieder halb aus dem Ort hinausgefahren und haben uns eine andere Stelle gesucht, um noch etwas spazieren zu gehen.

Mitten in einem Wohngebiet etwas außerhalb von Noosa Stadt, in dem die Häuser wunderschön in die Hügellandschaft gebaut sind und unglaubliche Aussichten bieten, haben wir in einer Wohnstraße geparkt und sind losgelaufen. Erst am Strand entlang und dann bergauf und bergab einen Wanderpfad entlang zu einem weiteren Strand, der sich als einer der wenigen Nudi-Beaches herausstellte. FKK ist in Australien ja nicht so richtig populär. Also sind die Strände eher gut versteckte Geheimtipps und von der Obrigkeit geduldet. Pollies Gesicht war unbezahlbar als sie die nackten Badenden entdeckte. Sie konnte es gar nicht fassen, dass sich Leute zum Sonnenbaden nackich machen. 

Abgerundet haben wir unsereren Spaziergang mit einem anschließenden Besuch einer Eisdiele und haben das Eis so richtig genossen.

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Nach einer Teenie-Zickattacke habe ich mal kurzfristig das Auto verlassen und eine Apfellänge draußen verbracht. Christian hatte telefoniert und war kurz links ran gefahren und ich habe die Zeit genutzt um mein ebenfalls erhitztes Gemüt wieder abzukühlen. So viel Hormone auf engstem Raum können manchmal ganz schön explosiv sein. 

Da die Sunshine Coast auch ein Surfmekka ist, habe ich es nicht lassen können und mir ein Surfborad und einen Shortie (einen kurzen Neoprenanzug) geliehen. Das reichte völlig aus, wäre wahrscheinlich auch ohne gegangen, so warm wie das Wasser war. Das war das erste Mal, dass ich ganz alleine an einem fremden Strand und völlig neuen Konditionen gesurft habe. Und vor allem das erste Mal in warmem Waser mit kurzem Anzug. Eine völlig neue Erfahrung. Ich habe es richtig gefeiert und hätte einfach noch länger hierbleiben können.

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Pollie und Oskar fanden es auch richtig schön hier und haben die Wärme sehr genossen.

Ein paar Mal haben wir es zum Sonnenaufgang zum Strand geschafft. Herrlich. Es war morgens recht frisch und die Füße wurden im Sand recht kalt, aber der Blick war unbezahlbar und ganz großartig. 

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Die Woche ging richtig schnell vorbei und in Nullkommanichts ging es, mit jeder Menge Sonne im Herzen und schönen Erinnerungen, wieder zurück in den Süden und in die Kälte nach Hause auf die Insel.

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