See ya later

See ya later

Februar 7, 2020 0 Von Nuroma

Endspurt in Australien            

1.-7.2.2020

Unfassbar oder? Schon wieder ein Countdown. Wir sind fast 4 Monate auf dem roten Kontinent unterwegs. Vier Monate mit unglaublich vielen Erlebnissen und Eindrücken, vielen wunderbaren tierischen Begegnungen und noch viel wunderbareren Begegnungen mit tollen Menschen. Wir haben viele Hochs und viele Tiefs gehabt, wobei die Hochphasen überwogen haben. Nun verlassen wir Australien mit einen lachenden und einem weinenden Auge. Wir freuen uns auf die nächsten Abenteuer und unsere nächsten Reiseziele. Wir werden die Menschen die wir hier zurücklassen vermissen, freuen uns aber umso doller auf ein Wiedersehen – wie und wo auch immer das sein wird.

Die letzte Woche unserer Zeit verbringen wir auf Phillip Island mit Heide. Da freuen sich besonders die Kinder schon seit Wochen drauf, denn Oma Heide haben sie schon seit sechs Monaten nicht gesehen.

Seit Samstag ist Heide auf der Insel. Thorsten, Zahlea, Indira und Dusky haben sie gebracht und haben das Wochenende mit uns verbracht. Da war Full House angesagt. 

Nach dem wir noch mal flott gesaugt und durchgefeudelt haben saßen wir (also hauptsächlich die Kinder) ab 12 Uhr auf heißen Kohlen. 

Inge war auch superpünktlich da und wartet mit uns. Als die Padeffke-Crew aus Melbourne endlich einlief war es schon 12.45h. Es gab ein großes Hallo und auch die Nachbarn gaben sich ein Stelldichein. Bei dem ganz spontanen Get-together von insgesamt 7 Nachbarn und Familie (noch mal 8 + Hund) haben wir nach guter alter Tradition gleich die Australische und Deutsche Flagge, natürlich mit Umtrunk, gehisst. 

Heide hat sich ganz tapfer geschlagen und gut durchgehalten obwohl sie den langen Flug und eine kurze Nacht hinter sich hatte und bestimmt hundemüde war.

Der Wirbelwind Dusky hat am Wochenende alle auf Trab gehalten und innerhalb kürzester Zeit den Teppich im Schlafzimmer eingeweiht. (So schnell kann man gar nicht kucken, wie sich das fidele Fellknäuel in die Zimmer wuselt.) Die Kinder hatten alle Hände voll zu tun mit hinterherlaufen, bespielen, füttern, Gassi gehen und Pipi wegwischen. Schon eine Menge Arbeit so ein kleiner Hund. Den Traumjob hatte allerdings dann Thorsten – der durfte nachts mit dem Kleinen um 2 und um 5 Uhr raus. 

Spätestens nach diesem Wochenende sagten unsere Kinder, dass so ein kleiner Hund ganz schön viel Arbeit machen würde und dass sie das nun so gar nicht wollten – vor allem nicht nachts aufstehen. Dann wäre das Thema wohl nun endgültig abgehakt.

Christian und Thorsten haben ordentlich geackert. Der 20 Jahre alte Kühlschrank tat es nicht mehr so richtig und wurde durch einen neuen gebrauchten ersetzt. Leider ging das nicht so ganz geschmeidig wie sich die beiden das gedacht haben. Sie mussten beide Kühlschränke auseinanderschrauben und viel Geächze und Ausmessen und hin- und her manövrieren die schmale Treppe hoch und runter tragen.

Dem Ingenieur ist nichts zu schwör… und erst recht nicht gleich zweien davon. (Sorry Jungs, der musste sein.) Das ganze Prozedere hat glaube ich 3 Stunden oder länger gedauert. Danach waren die beiden sichtlich erschöpft und haben sich erst mal an einer Flasche Bier festgehalten.

Eine kleine Belohnung gab es auch von den Kindern. Die hatten in großartiger Zusammenarbeit Marshmellow-Muffins gebacken. Sehr interessanter Geschmack. 

Der Sonntag verlief recht ereignislos soweit man dass mit vier Kindern und einem Hund im Haus sagen kann. Nach dem Kaffeetrinken (die Kinder haben unter Pollies Regie Lava-Muffins gebacken) und einem Strandspaziergang sind Thorsten und die Mädels am frühen Sonntagnachmittag wieder nach Melbourne gefahren.

Christian hatte noch nicht genug von Reparieren und hat sich mit einem der letzten Punkte auf seiner To-Do-Liste beschäftigt. Oskar hat ihn dabei tatkräftig unterstützt.

Der heißgeliebte Spa der Australier war schon seit zwei Jahren kaputt. Vielmehr die Heizung. Thorsten und Christian arbeiten schon seit unserer Ankunft im November an einer Lösung des Problems und haben auch eine gefunden. Es musste eine Ersatzheizung her und neue Rohre verlegt werden. (Die hatten wir ja schon vor ein paar Wochen im Baummarkt erstanden) 

Langer Rede, kurzer Sinn: Die beiden haben geschraubt, geklebt, gesägt, das Ding mit Wasser gefüllt und was soll ich sagen? Das Wasser wurde warm und am Dienstag war dieser Job auch erledigt und konnte abgehakt werden. 

Was für eine Belohnung und was für ein Geschenk war es dann abends bei recht frischen Außentemperaturen im heißen Blubberwasser zu liegen und in die Sterne zu schauen. Fernab der Stadt leuchten sie so viel heller und es sind soooooo viele und sehen dazu noch ganz anders aus als zu Hause.

Am Mittwoch haben Christian und ich unser Weihnachtsgeschenk von der Padeffke OZ Branch eingelöst. Eine Stunde Floating für „The weary traveller“ – so stand es auf dem Gutschein.

Wir sind nach Melbourne gefahren und haben uns eine Stunde im Salzwasser treiben lassen. Das ist schon eine spezielle Erfahrung in so einem geschlossenen Tank zu liegen. Ganz im Dunkeln war mir das nicht so geheuer und ich habe das Licht lieber angelassen.

(Ein kleiner Tipp für Floatinganfänger wie mich: Trinkt keinen grünen Smoothie vorher und auch keinen Brennesseltee – das treibt so dermaßen, dass eine Stunde im Tank ganz schön lang werden kann…) Es war entspannend. Sogar sehr. Und ich würde es definitiv wiederholen.

Die Entspannung konnten wir nur kurz genießen, denn wir mussten ja wieder zurück nach Phillip Island. Heide war so nett und hat sich um Pollie und Oskar gekümmert. Die drei haben zusammen gebacken und waren zwei Stunden am Strand spazieren.

Wir haben bei Thorsten und Shala noch Heides Auto abgeholt, haben uns von allen verabschiedet und sind im Konvoi auf die Insel gefahren. Da wir am Samstagmorgen schon um 5 Uhr losfahren müssen haben wir uns einen Mietwagen geholt den wir dann einfach am Flughafen abgeben können. So braucht uns niemand zu nachtschlafender Zeit nach Melbourne fahren. Und da Thorsten seit Donnerstag auf Bali ist kann der uns leider auch nicht bringen. Passt schon.

Ansonsten haben wir noch mal die Op-Shops unsicher gemacht und viel weggebracht aber auch leider wieder einiges dazubekommen. (Ich konnte diesem wahnsinnig kuscheligen Merino-Pulli für 11 Dollar, umgerechnet 6 EUR, einem unglaublich schönen und sehr leichten Jumpsuit für 9 Dollar so wie zwei Leggings je 5 Dollar nicht wiederstehen.) Ich bin mit ganz sicher dass ich die Sachen gaaaaanz dringend für Neuseeland brauche denn da wird es bestimmt kühler.) Dann waren wir noch mal am Jetty in Cowes und vorher Eis essen.

Der Donnerstag ging mal wieder mit Organisieren, Sortieren, Packen, Waschen, Taschen wiegen, Aus- und wieder Einpacken, noch mal wiegen und weiterpacken und erneutem Waschen vorbei. Wobei sich Christian mit der angebrochenen Außentreppe zum Garten beschäftigt hat. Einige Stufen mussten um defekte Stellen gekürzt werden, so dass sie noch ein paar weitere Jahre sicher genutzt werden kann. Ach ja, dem defekten Bewässerungssystem hat er sich auch angenommen und es repariert. Check. Alle Punkte erledigt. (Naja fast alle. Thorsten merkte an, dass wir auch noch gerne länger bleiben könnten, da mal wieder gestrichen werden könnte und ihm bestimmt auch noch die ein oder andere Sache einfallen würde, die noch zu machen wäre…. Machen wir das nächste Mal, ok?)

Die Highlights des Tages waren Heides Apfelkuchen und die kleinen Zwergpinguine, die wir abends am Strand beobachtet haben. Und diesmal waren wir so frech und haben sie fotografiert. 

Jetzt wird der Rest gepackt und das Haus wird noch mal nach sämtlichen Resten von uns abgesucht. Wir lassen ja gern mal etwas liegen. Dann noch kurz bei den Nachbarn „Auf Wiedersehen“ sagen und „Off we go!“.

Bis bald mit Nachrichten aus Neuseeland.

PS: Bilder folgen.