Hokuspokus Fidibus.
Waiwera und Umzu, 10.5.-18.5.2020
Ganz ohne „Drei mal schwarzer Kater“ und andere Zaubersprüche ist unsere Zeit in Neuseeland wie von Zauberhand weggeschnippst worden. Viel zu schnell sind die letzten Tage verflogen. Und wir hatten noch so viel vor. Leider hat uns da der Levelstatus einen Strich durch unsere Pläne gemacht.
Wir sind nämlich erst am Donnerstag auf Level 2 gerückt anstatt wie gehofft und erwartet schon am Dienstag. Das fanden wir doof und die Enttäuschung war recht groß, denn nun schrumpften unsere Tage mit uneingeschränktem Bewegungsradius und offenen Geschäften auf drei anstatt fünf Tage. Ein paar Mal tief ein- und ausatmen und loslassen. Wie immer hilft ärgern mal so gar nichts. Habe ich ja langsam begriffen. War wohl noch mal eine kleine Erinnerung an meine Geduld wachsam und am Start zu sein und sich nicht auf halber Strecke gleich wieder zu verabschieden. Macht sie einfach immer mal wieder zwischendurch.
So haben wir den Muttertag recht unspektakulär begangen. Während meine Lieben nach Silverdale zur Deutschen Bäckerei gefahren sind um Brötchen zu holen habe ich im Garten Yoga gemacht, bin danach in meinen Wetsuit gehüpft und habe mich in die Fluten gestürzt. Ui, das war kalt, sehr windig und vor allem sehr wellig. Aber trotzdem wunderbar erfrischend. Spätestens dann war ich knallwach und munter für den Rest des Tages. Wir haben draußen in der Sonne gefrühstückt um uns danach mit Packen und Aussortieren zu verlustieren.
Unsere neuen Untermieter Angela, Oliver und Gloria aus Hongkong haben mir zum Muttertag ein wunderschönes knallpink verziertes Keksherz vorbei gebracht. Die drei sind total nett und Gloria zum Knuddeln süß. Unsere Kinder finden das auch und versorgen Gloria fast täglich mit Selbstgebasteltem, Muscheln und Sanddollars.
Der Montag begrüßte uns mit Regen, Wolken und Wind bei immerhin 18 Grad. Da fielen Joggen und Yoga in Wasser. Der übliche Aussortier, – und Packwahn war an der Tagesordnung. Die Kids haben gemalt und Hörbücher gehört. Ohne Murren und Knurren und vor allem ohne zu Zanken. Nachdem die Ankündigung von Jacinda Ardern durch und das Level 2-Datum offiziell war, habe ich mich daran gemacht die Eco Whale Watch Tour in Auckland zu buchen, die ich während der letzten Wochen recherchiert hatte. Die Reaktion des Veranstalters folgte stante pede. Es war eine Absage und die Einladung gern noch mal im Juli anzufragen. Erst dann fahren sie wieder in den Hautaki Golf. Buäääähhhh, ich hätte diese Tour soooo gern gemacht. Und die Kids auch. Wir wollten doch so unbedingt Wale sehen. Nun gut, ist dann halt auch so. Dann machen wir eben etwas anderes. (Man merkt dass ich beleidigt war, oder?)
Angela, Oliver und Gloria von unten kamen hoch und haben uns Boxen für unsere Muscheln hochgebracht. Außerdem haben sie uns mit Mundschutz und Handschuhen für den Flug versorgt. Wir haben uns lange unterhalten. Sie haben erzählt, wie sehr sich Hongkong verändert hat und dass es jeden Tag Menschen gibt die sich von den Hochhäusern in die Tiefe stürzen. Teenager und junge Menschen verschwinden und auch die Familien, die sich nach ihnen erkundigen und auf die Suche gehen, folgen auf mysteriöse Weise.
Das Gespräch hat noch lange nachgewirkt bei mir. Unglaublich, was so in der Welt passiert und was Menschen mit Menschen machen. Das fühlt sich sonst weit weg an. Aber so war es auf einmal ganz nah dran. Wir wünschen den Dreien, dass sich alles so positiv entwickelt, wie sie es sich wünschen.
Für den Dienstag haben wir uns zum Auslüften und Tapetenwechsel für einen Ausflug zum Shakespear Regional Park auf der Whangaparaoa Peninsula entschieden. Der Park ist neben Tiritiri Island eines der größeren Sanctuarys für heimische Vögel im Hauraki Golf und ist durch einen großen Zaun abgeriegelt. Hier leben auch Kiwis in freier Wildbahn – die sich aber gut vor uns versteckt haben. (Na gut, es war ja auch noch hell und die lustigen braunen Federviecher sind bekanntermaßen nachtaktiv.) Wir haben uns für den Trail zum Wasserfall entschieden. Bevor wir den Park betreten konnten, mussten wir durch eine hermetisch abgeriegelte Schleuse gehen. Der hält die Schädlinge aus dem Sanctuary fern und schützt die oft am Boden brütenden Neuseeländischen Vögel. Auch hier mussten wir uns gründlich an einer Schuhreinigungsstation die Schuhe desinfizieren, um keine Kauri-Dieback-Krankheit einzuschleppen.
Nach diese Prozedur ging es durch den Regenwald zum sehr trockenen Wasserfall – eher ein Fällchen – denn er tröpfelte nur ganz traurig vor sich hin. Trotzdem schön.
Wir wanderten ziemlich alleine durch die Botanik, immer bergauf und zu einem Aussichtsturm. (Das versprach ein ordentlicher Muskelkater zu werden.) Der Wind pustete uns richtig durch was uns nicht davon abhalten konnte die Wahnsinnsaussicht zu genießen. Von dort aus hatte man einen Rundumblick über den Hauraki Golf. Wir konnten die Space Needle in Auckland sehen, Tiritiri Island, Kawau Island sowie Rangitoto Island. Rangitoto ist der größte Vulkan im Vulkanfeld vor Auckland und bedeutet auf Maori „Blutiger Himmel“. (Bei seinem letzten Ausbruch vor rund 600 Jahren scheint er so einiges angerichtet zu haben.)
Wir konnten dicke Regenwolken, die ihren Inhalt über der Bucht ausschütteten, Sonnenstrahlen und Regenbögen über der Bucht beobachten. Was für ein Ausblick!
Der Wind zehrte und rüttelte so an uns herum, dass wir unseren Auskuck nach nicht allzu langer Zeit wieder verließen und unseren Rundweg an unzähligen Kühen vorbei fortführten.
Nach einem kurzen Stopp beim „Giant Frame“ mit ebenfalls tollem Ausblick und dortiger kleiner Fotosession sind wir zu unserem Auto zurückgegangen um dort ein großartiges Farbspiel zum Sonnenuntergang am Strand präsentiert zu bekommen.
[ngg src=“galleries“ ids=“227″ display=“basic_thumbnail“]Eine gute Entscheidung hierherzufahren und nach anfänglichem Murren der Kids, haben sie uns mit ihrer Wanderfreudigkeit und Begeisterung für die Natur erneut überrascht.
Den Mittwoch und somit letzten Tag im Lockdown haben wir alle mit Joggen begonnen. Allerdings nur zwei Runden, dann setzte Starkregen ein. Pollie und ich haben als Ersatzbeschäftigung Muffins gebacken und diese anschließend bei unseren Nachbarn verteilt. Sozusagen eine Abschiedsrunde. Die Freude darüber war bei den Nachbarn groß. Die Schokomuffins von Pollie waren auch zu lecker. Vor allem warm waren sie besonders yummy. Mmmmhhhh.
Pollie und Oskar haben wieder Muscheln sortiert und die Reste am Strand ausgewildert. Da kam eine große Tüte zusammen.
[ngg src=“galleries“ ids=“234″ display=“basic_thumbnail“]Zum Nachmittag wollten wir zu einem Skulpturenpark in der Nähe von Sandspit fahren – leider war der noch geschlossen. Etwas enttäuscht fuhren wir weiter nach Snells Beach. Hier haben wir vor über fünf Jahren unsere erste Nacht im Camper verbracht. Leider war es zu windig und zu frisch um dort zu picknicken oder länger auszuharren. Außerdem wurden wir sofort von einer Horde Möwen umgeben, die wohl unseren Picknickplan gerochen hatten und über uns kreisten. Flux sind wir nach Hause gefahren und haben dort unsere obligatorische Runde am Strand gedreht. Ohne Möweneskorte. Aber mit Regen und steifer Brise von der Seite. Aber das sind wir Nordlichter ja gewohnt.
[ngg src=“galleries“ ids=“236″ display=“basic_thumbnail“]Tik Tak. Schlag Mitternacht am Donnerstag lief der Countdown auf Level 3 ab. Endlich und heißersehnt dürfen wir wieder überall hinfahren und on top auch noch shoppen gehen.
Unser Plan für den Donnerstag: Op-Shoppen – das hatten sich die Kinder für die letzten Tage gewünscht. Wir waren in vier von den Charity-Shops. Leider gab es da keine großartige Auswahl an Kinderkleidung, so das die Kinder klamottentechnisch leer ausgegangen sind. Auch sonst sind wir nicht richtig fündig geworden.
[ngg src=“galleries“ ids=“235″ display=“basic_slideshow“]Auch das Warehouse war wieder geöffnet. So konnten wir Oskars Kamera zurückgeben, die komplett ihren Geist aufgegeben hatte. Es gab leider keinen Ersatz und so gab es das Geld zurück. Auch gut. Oskar hat es ganz tapfer überstanden. Er war zwar sehr traurig, meinte aber, dass er dann einfach Zuhause eine neue findet. Mittags sind wir bei einem türkischen Imbiss eingekehrt. War das lecker! Ich habe ganz vergessen, wie gut frische Falafelrollos schmecken. Wir haben unsere Rollos ganz ruhig weggemummelt und uns gedanklich im Steintor gewähnt.
Um 16.30 Uhr waren wir bei Ann und Logan zum Tea eingeladen. Die beiden wollten sich von uns verabschieden, da sie von Freitag bis Sonntag unterwegs waren. Es gab Banana Cake mit Icing, Blätterteigtaschen mit Käse und natürlich Tee, Kaffee und Limo für die Kinder. (Den Zuckerschock haben wir ziehmisch schnell gemerkt – die Kinder waren hibbelig und konnten kaum still sitzen. Außerdem steckte Logan den Kindern heimlich in der Küche Marshmellows und Lollies zu…)
Wir haben nett geplauscht und uns prima amüsiert. Die Kinder und wir haben kleine Abschiedsgeschenke bekommen. Ach, war das schön. Auch wenn wir brav Abstand gehalten haben, haben wir das Sozialisieren sehr genossen. Es ist ja auch etwas ganz anderes als wenn man privat bei Menschen ist, als wenn man sich nur so auf der Straße sieht und einen Klönschnack hält. Man erfährt so viel mehr über die Menschen.
[ngg src=“galleries“ ids=“228″ display=“basic_thumbnail“]Um den Zucker noch abzulaufen sind wir den längeren Weg über den Strand nach Hause gelaufen. Im Dunkeln fühlt und sieht er noch mal so ganz anders aus.
Weil wir (Na gut, zugegeben – eigentlich ja eher ich) so gern noch mal eine Tour auf dem Wasser machen wollten haben wir am Freitag, den 15.5., unserem vorletzten Tag eine Tour auf dem Postschiff von Kawau Island gebucht.
Kawau Island liegt ca. 20 km vor Auckland und ist 20,5 qkm groß. Sie wurde nach dem Kauwau Paka, dem Weißhalskormoran benannt, der auf der Insel brütet. Es gibt keine Straßen, Supermärkte oder sonstige Infrastruktur. Auf der Insel gibt es 300 Häuser, meist Feriendomizile und 70 permanente Einwohner. Die werden täglich mit dem Postschiff des Royal Mail Services mit Post, Lebensmitteln und anderen Gütern versorgt. Das Postschiff bringt auch Passagiere und Touristen auf die Insel. Das ist seit Donnerstag nun endlich wieder möglich. Natürlich ist die Crew auch während des Lockdowns täglich nach Kawau gefahren um die Versorgung der Insulaner sicherzustellen.
Von Sandspit aus legte das Postschiff gegen 10:30 Uhr ab. Wir waren neben einigen Anwohnern und Ferienhausbesitzern die einzigen Touristen an Bord und hatten fast das gesamte Oberdeck für uns. Da der Wetterbericht wieder einmal mit seiner Wolken-Regen-Mix-Prognose daneben lag, konnten wir die gesamte Fahrt an Deck sitzen und sowohl Sonne als auch Aussicht genießen.
Wir haben in vielen Buchten an vielen Stegen, meist private, angelegt. Die Crew wurde mit großem Hallo begrüßt. Leute sind ausgestiegen, Lebensmittel wurden ausgeliefert und Post wurde entweder persönlich übergeben oder am Steg in einem eigens dafür vorgesehenen wasserdichten Beutel hinterlegt.
Es war so nett und so persönlich und herzlich. Der Käpitain hat uns zwischendurch Infos über die verschiedenen Buchten, örtlichen Gegebenheiten und den geschichtlichen Hintergrund gegeben.
Die Tour beinhaltete einen 1,5 Stündigen Stopp am Mansion House. Nachdem die Crew uns versprach uns ganz bestimmt wieder abzuholen, haben wir uns auf Erkundigungstour in der näheren Umgebung gemacht.
In den ersten Jahren, in denen Kauwau Island den Europäern gehörte, wurden Mangan und Kupfer abgebaut, bis die Insel 1862 von Sir George Grey, damals Gouverneur von Neuseeland, als privater Rückzugsort gekauft wurde. Er baute das 1845 erbaute Haus des Bergwerksverwalters zu dem als „Mansion House“ bekannten Gebäude aus. Das umliegende Land wandelte er mit eingeführten Pflanzen und Tieren in einen Botanischen und Zoologischen Garten um.
Wie überall, wenn nicht heimische Arten angesiedelt wurden, zerstörten diese einen Großteil an heimischer Flora und Fauna. Der Gouverneur brachte neben vielen anderen Tieren wie Affen, Giraffen, Possums, vier Arten Kängurus, Kookaburras und Pfauen mit.
Die meisten Exoten hielten sich im Klima Neuseelands nicht und verabschiedeten sich recht schnell von der Bildfläche. Geblieben sind lediglich ein paar Rosellas, Kookaburras, Wallabies und die Pfauen.
So ganz glauben konnten wir es nicht, dass es in Neuseeland Wallabies geben soll. Wollten uns gern eines Besseren belehren lassen.
Bei unserem Spaziergang, vorbei an Lady Bay, wo die Damen der Schöpfung damals baden gehen durften, sind wir sogar in der Nähe des Picknicktisches auf der Spitze des Berges mit Blick auf den Schornstein der alten Kupfermine, einem kleinen Wallaby begegnet.
Da wir unsere Mitfahrgelegenheit zurück aufs Festland nicht verpassen wollten sind wir zügig zurück zum Anleger gewandert. Die Rückfahrt auf dem Oberdeck war schon etwas frischer, da die Sonne sich partiell hinter Schleierwolken versteckte. Trotzdem harrten wir auf dem Oberdeck aus, in der Hoffnung vielleicht ein paar Delfine, die sich in der Gegend gern mal aufhalten, zu entdecken. Die Meeressäuger ließen sich trotz Lockrufe der Kinder leider nicht blicken.
[ngg src=“galleries“ ids=“231″ display=“basic_thumbnail“]Nach unserem sehr schönen Ausflug hatten wir unsere nächste Verabredung zur Sozialisierung und zum Verabschieden.
Wir waren bei Ngaire, der Dame in Gelb mit den beiden Hunden, auf einen Drink verabredet. Es war so reizend bei ihr. Sie ist sehr handfest und einen wunderbaren trockenen Humor. Sie hat die Kinder mit dem Auffüllen und Nachfüllen der Gläser und Teller beschäftigt. Pollie hat etwas Klavier gespielt und Oskar hat mit Max und Minnie gekuschelt.
Zum Abschied hat Ngaire den Kindern Ketten mit Pounamu, der neuseeländischen Jade zum Abschied geschenkt. Weinselig sind wir gegen 20 Uhr nach Hause gegangen. Natürlich wieder am Strand lang. Die Nacht war sternenklar und wunderschön. Schon wieder sah alles ganz anders aus.
[ngg src=“galleries“ ids=“229″ display=“basic_thumbnail“]Und dann war er da, der Samstag und zugleich unser letzter Tag in Neuseeland. Nicht zu fassen. Es war doch grade erst noch Anfang der Woche gewesen.
Gut, dass ich schon vor einer Woche angefangen hatte zu packen, so dass der Rest nicht mehr so dramatisch war. Die Kinder hatten ihr Gedöns auch schon bereits gepackt und an angesammelten Kram aussortiert.
Jedenfalls sind wir früh aufgestanden und haben das Haus schon um 8:30 Uhr verlassen um noch mal eine Runde shoppen zu gehen und ein paar Op-Shops zu stürmen. Da wir um 12 Uhr zum Lunch bei Gordie und Pera eingeladen waren mussten wir uns dementsprechend etwas ran halten um nicht zu spät zu kommen.
Einige Op-Shops später sind wir mit recht guter Beute wieder nach Hause gefahren. Allerdings nur für Pollie und mich. In Oskars Größe gab es leider gar nichts. Auch in anderen Läden gab es nichts Sommerliches für ihn. Nicht ganz so schlimm. Er muss ja auch schließlich noch nicht nackt gehen. Ein paar Klamotten die ihm passen hat er ja noch. Ich meine mich auch dunkel zu erinnern, dass sich in den Tiefen unseres Kellers noch eine Kiste mit Klamotten befindet, die unter Umständen noch passen können. Wir werden sehen.
Pünktlich um 12 Uhr waren wir nach unserer Shoppingtour bei Gordie und Pera mit Blümchen und den restlichen deutschen Büchern im Gepäck. Der Schwiegersohn der beiden ist Deutscher und heißt ebenfalls Christian. Wir hatten extra vorher gefragt ob er an den Büchern interessiert wäre. Die beiden haben uns herzlich empfangen und kulinarisch verwöhnt. Es gab für die Karnivoren Lammfilet vom Grill und für die Vegetarier eine große Auswahl an Gemüse und Antipasti. Zum Nachtisch gab es Schokoladenmousse bei dem Pollie und ich leider passen mussten, da es mit Sahne zubereitet wurde. Oskar und Christian haben sich um so mehr gefreut.
Im Anschluss an das Essen haben wir noch etwas über die Maori-Kultur gelernt. Pera und Gordi sind beide Maori und leben viele der alten Traditionen. Zudem ist Gordie Lehrerin und unterrichtet die Kinder in der Schule Maori und traditionelle Tänze und Choreografien mit Poi Pois und Sticks.
Sie hat den Kindern erklärt wie die Tradition der Poi Pois entstanden ist. Und das war nämlich laut Überlieferung so: Als die Maori-Stämme noch miteinander rivalisierten und sich untereinander bekämpften benutzen sie schwere Keulen aus der grünen Neuseeland Jade – Pounamu. Um diese Keulen auch richtig schwingen zu können benötigten die Krieger jede Menge Kraft in den Handgelenken. Diese trainierten sie mit Gesteinsbrocken, die sie an Flachsschnüren befestigt hatten, indem sie diese aus den Handgelenken heraus herumschleuderten.
Als die Kämpfe mit Friedensschluss aufhörten, wurden diese Fertigkeiten und die Krieger nicht mehr benötigt. Die Stammesfrauen überlegten sich indessen diese Tradition fortzuführen, wenn auch mit leichten Poi Pois. Dafür wurden Lieder mit passenden Choreografien erfunden.
Gordie hat uns Übungen mit Pois und den Sticks gezeigt und den Kindern anschließend die passenden traditionellen und vor allem handgefertigten Kostüme angezogen. Zum Abschied haben die Kinder ein Set Poi Pois und Sticks aus Manukaholz bekommen.
[ngg src=“galleries“ ids=“233″ display=“basic_thumbnail“]Der Schnieffaktor stieg immer mehr. Der Abschied wurde uns wirklich nicht leicht gemacht.
[ngg src=“galleries“ ids=“230″ display=“basic_thumbnail“]Nachmittags kamen unsere Untermieter Angella, Oliver und Gloria mit einem Carrotcake zum Abschiedskaffeetrinken vorbei. Im Anschluss daran sind wir ins Sugarloaf, dem einzigen Restaurant in Waiwera, zum Pizzaessen mit Ngaire gegangen.
Die Taktung mit dem Essen fühlte sich fast ein wenig wie Weihnachten oder Familienfest an. Satt und müde sind wir danach nur noch ins Bett gefallen.
[ngg src=“galleries“ ids=“237″ display=“basic_thumbnail“]Rückreise und Start in Deutschland folgt.
Riesenseufzer.
Ich habe Eure tollen Bilder und die sooo wunderschön geschriebene Berichte und Geschichten sehr genossen, vielen Dank fürs Mit-Teilen!!
Ich fühle euch die Abschiedswehmut nach, aber spüre auch die wunderschöne Fülle im Herzen.
Und, zu wissen, dass Ihr da oben in eurem Haus am Deich seid, und ganz bald auch raus und hier sozialisieren dürft…ist auch richtig klasse!
Ich / Wir freuen und ganz doll auf Euch !
Hugs, Kim und Mari