Feier- Ei, Ei, Ei

Feier- Ei, Ei, Ei

Mai 13, 2023 0 Von Padeffke

3.4.-10.4.23

Die Woche fing mit einem wunderbaren sonnigen Montagmorgen an. In Pollies Schule stand das Sportfest an, zu dem Pollie nur widerwillig und unter großen Protesten ging. Aber sie ging.
Irgendwie muss sie gespürt haben, dass das keine gute Idee war. Als wir sie abholten, hatte sie ihren Unterarm im Verband und hatte dolle Schmerzen. Sie war in der Sportpause auf der Kletterstange und ist dort heruntergefallen und hatte ihren Arm verdreht. So ein Mist. Gebrochen war ein Glück nichts, nur sehr schmerzhaft verstaucht.
Also blieb Pollie die letzten Tage vor den Schulferien zu Hause. Damit sie aber nicht die ganze Zeit drinne hockte, haben wir sie zwischendurch genötigt mit uns an den Strand zu gehen. Und wie jedesmal wenn wir Pollie von einem Spaziergang überzeugt haben, bekommen wir sie nicht mehr nach Hause, da es dann plötzlich und unerwartet doch total schön ist. Zu schön, um wieder nach Hause zu gehen.

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Die Woche ging sehr flott rum und auf einmal stand schon das Wochenende vor der Tür. Der Karfreitag ist auch hier ein Feiertag an dem auch die Supermärkte geschlossen sind. Demnach war der Donnerstag ein Großkampftag in den Supermärkten, denn alle Leute kauften wie verrückt für Ostern ein. Wir hatten unsere Einkäufe schon am Mittwoch erledigt, damit wir gar nicht erst in Verlegenheit kommen mussten uns in die Menschenmassen zu stürzen.

In Australien ist nur der Karfreitag ein Feiertag, am Ostersonntag und Ostermontag ist wieder alles wie gehabt – auch die meisten Geschäfte haben geöffnet.

Unser Filmabend mit Pizza fand diese Woche schon am Donnerstag Abend diesmal mit kompletter Besetzung samt Lisa statt.

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Der Karfreitag war auch gleichzeitig der erste Tag der Osterferien und ein aufregender Tag für die Padeffkes – vor allem für Thorstens Familie und natürlich Heide.
Lisas Mutter mit Partner Ralph sowie Lisas Schwester und Mann waren zum Essen eingeladen und es war das erste Mal, dass die Familien aufeinander trafen. Totale Spannung und Vorfreude lagen in der Luft.
Thorsten und Lisa haben sich selbst übertroffen und es gab geröstetes Lamm, Lachs und diverse andere kleine Schweinereien. Auch die klassische Rote Grütze stand auf dem Speiseplan. Mmmhhhh, lecker! Lisas Mom Nan hatte zum Nachtisch auch noch Cupcakes mitgebracht und wir sind nach einem wirklich netten, unterhaltsamen Tag satt und glücklich nach Hause gerollt. Es war total schön, Lisas Familie mal kennenzulernen, schade nur, dass ihre Kids nicht dabei waren – vielleicht dann beim nächsten Mal.

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Am Samstag hatte Oskar Besuch von seinem Kumpel Jayden. Während die beiden sich hier prima amüsiert haben, habe ich mit den Geburtstagsvorbereitungen für Christians Geburtstag am Ostersonntag begonnen. Sein Wunschkuchen war „Schuhsohle“ – ein Klassiker aus der Küche meiner Oma Sophie. Eigentlich auch traditionell der Geburtstagskuchen für alle von uns, aber die Kinder bevorzugen mittlerweile eher mehr schokoladenhaltige Kuchen.
Die „Schuhsohle“ besteht aus Butter, Eiern, Mandelmehl, Zucker, Kakao und Espressopulver, ist supereinfach zu machen und besonders lecker in der Originalversion meiner Omi, mit Sahne, Preiselbeeren und als I-Tüpfelchen Eierlikör. Ein Träumchen und absoluter Gaumenschmaus.

Christians Geburtstag und den Ostersonntag haben wir mit einer klassischen und von den Kindern ausdrücklich gewünschten Ostereiersuche gestartet.

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Anschließend gab es eine schöne Geburtstagsbescherun. Beglückt wurde Christian mit jeder Menge Kaffeebohnen, Zubehör für die Espressomaschine sowie Schoki, Süßigkeiten und einer warmen Mütze für den Winter.

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Dann mussten wir uns auch schon wieder beeilen, denn in Ventnor wartete ein opulentes Sonntagsmitagsessen mit Heide, Thorsten, Lisa, Indira und Zaleha.
Ente mit Rotkohl, Kartoffeln und Salat. Ein richtiges Festmahl und passend zum kühlen Herbstwetter, dem wir mit einem Kaminfeuer entgegenwirkten.

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Übrigens bringt in Australien nicht der Osterhase die Ostereier, sondern den Job übernimmt hier der Bilby, ein kleines hasenähnliches Tier mit einer langen Nase und großen Ohren, das zur Gattung der Kaninchennasenbeutler gehört. Sehr praktisch ist das vor allem deshalb, weil der Bilby die Ostereier in seinem Beutel transportieren kann und keinen extra Korb mit sich herumschleppen muss. Dementsprechend gibt es hier eben auch mehr Schokobilbies anstelle von Schokohasen.

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All zu lange sind wir trotz der gemütlichen Stimmung nicht geblieben, denn wir mussten noch etwas packen und aufräumen. Wir hatten uns entschieden die Osterferien noch mal in der Sonne zu verbringen und etwas Kultur in unser Leben zu bringen. Naja, ganz so nicht. Vor drei Jahren konnten wir wegen der Mikrobenkrise leider nicht weiter nach Bali reisen, daher haben wir uns entschlossen das von hier aus nachzuholen.

Unser Flug sollte am Dienstag um 6:30 Uhr von Melbourne nach Denpasar fliegen. Um nicht schon um 1 Uhr nachts oder gar noch früher aus dem Haus zu müssen, haben wir uns entschlossen ein Hotelzimmer nah am Flughafen zu buchen, um wenigstens einigermaßen ausgeschlafen zu sein.

Am Montag haben wir es tatsächlich recht pünktlich geschafft unser Haus einigermaßen aufgeräumt und sauber zu hinterlassen. Aufgeräumt und sauber aus dem Grund, dass eine Inspektion vom Makler anstand, die für den 11.4. angekündigt war – ob mit oder ohne uns ist denen völlig Wumpe – da die Makler einen Ersatzschlüssel haben und das auch so machen.

What? Ja, genau, aber in Australien ist es Gang und Gäbe, dass in den vermieteten Häuser durch die Vermieter oder deren Verwalter alle zwei Monate, immerhin mit Ankündigung, eine Inspektion durchführt wird, um nach dem Rechten zu schauen. Da haben wir mal nicht schlecht gestaunt, dass so etwas möglich ist. So als Mieter ist mal hier ganz schön am Allerwertesten und hat mal so gar keine Rechte – die gibt mal nämlich mit dem Unterschreiben des Mietvertrages ab.
Krasse Kiste und etwas vorsintflutlich. Hat etwas von Großgrundbesitzerattitüde und ist so was von überarbeitungswürdig. Aber gut, auch eine andere Geschichte.

Nachdem wir also am Montag noch fix unseren Kühlschrankinhalt in Ventnor abgegeben haben, haben wir uns flott auf den Weg in Richtung Melbourne begeben. Einen Zwischenstopp hatten wir noch eingeplant: Ein Besuch im Unicorn Valley bei Andrea. Dort hatte Pollie ihren 9. Geburtstag gefeiert und Andrea und wir sind in den letzten drei Jahren im Kontakt geblieben. Leider hatte sie eine heftige Knie-Op und konnte lange Zeit nicht laufen, geschweige denn Unterricht geben, daher hat sich unser Besuch leider um 4 Monat verschoben.

Aber nun passte es und wir haben uns sehr gefreut Andrea mal wieder zu sehen. Am meisten freute sich aber Pollie, da sie endlich und nach wirklich langem Warten mal wieder reiten konnte.

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Nach einer Stunde auf dem Rücken von Mercedes kam Pollie völlig glücklich, strahlend und auch etwas kaputt zurück. Anschließend Absatteln, Umziehen und Pferd auf die Koppel zurückbringen und wir konnten nach Patton Hill in den Pub fahren, wo wir mit Andrea zu Abend gegessen haben. Ein echt netter Laden mit In- und Outdoor-Sitzmöglichkeiten und schöner Aussicht. Das Essen war auch prima und selbst ein paar vegetarische und vegane Gerichte fanden sich auf der Karte. Nicht schlecht für einen Country Pub und schon gar nicht selbstverständlich in einem Land in dem die große Mehrheit der Einwohner auf Fleisch setzt und Vegetarier nach wie vor etwas unheimlich sind.

Nachdem wir uns von Andrea verabschiedet haben sind wir in unser Motel gedüst. Wir haben glücklicherweise im Best Western ein Familienzimmer buchen können und haben uns dort recht schnell ins Bett begeben, damit wir fit für den Flug sind.

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