Halifax
Nach einer unruhigen ersten Nacht im Hotel sind wir schon um 6 Uhr morgens aufgewacht und recht früh aufgestanden, da uns der Hunger aus dem Bett getrieben hat. Der Zeitunterschied von 4 Stunden zu Portugal hat dann doch zu Buche geschlagen. (Nur zur Info: Wir sind 5 Stunden früher als in Deutschland)
Hungrig sind wir zum Frühstück in die Lobby gegangen und erlitten kurzfristig einen Plastikschock. Es gab nur Plastikgeschirr, -besteck und –becher. Auch die Müslischalen waren aus Kunststoff. Junge, Junge, da haben wir alle etwas sparsam gekuckt und haben uns auch sparsam bedient und uns soweit es ging wenigstens das Besteck geteilt. Die Becher haben wir anschließend mit aufs Zimmer genommen und nächsten Morgen wieder verwendet.
Dieser Plastikwahn macht mich fertig. Insgesamt mussten wir das Frühstücksangebot verdauen. Fast alles waren Convenience und Premix-Produkte. Gern auch schön einzeln verpackt. In Plastik versteht sich.
Aber der Kaffee war ok und am Sonntag gab es sogar Orangen, unverpackt.
Trotz Schlafmangels haben wir uns irgendwann gegen Mittag aufgemacht und sind in nach Halifax Downtown gefahren, um dem herannahenden Lagerkoller zu entfliehen. Frische Luft und ein großes Angebot an Speisen, Getränken und Spielplätzen beruhigte die Gemüter und sorgte für gute Laune – die meiste Zeit jedenfalls.
Halifax entpuppte sich als nette kleine Hafenstadt mit alter Zitadelle und vielen alten Häusern. Das meiste der Altstadt ist allerdings im ersten Weltkrieg durch eine Explosion eines Munitionsschiffes im Hafebecken zerstört worden, so dass man die ursprüngliche Atmosphäre nur noch erahnen konnte.
Das Schönste war jedoch, dass die Innenstadt und das Gebiet rund um den Hafen recht leer war und wir alles ganz entspannt ablaufen konnten.
Kunst im öffentlichen Raum ist auch überall zu finden – auch Mitmachexponate.
Pollie hat sich gleich daran versucht und Ihren Namen gedreht.
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.Liebe Freunde,
schön, von Euch zu lesen ( Iellop 😉
Da unser Leben hier in Bremen sich immer mehr mit zero waste, Nachhaltigkeit, Konsum/Konsumverweigerung, einfach dem genauen Hinsehen, was braucht „man“ wirklich, beschäftigt, kann ich es einmal umso mehr verstehen, das dieser Plastikwahn einen fertig macht.
Merkwürdig, in diesem doch sehr fortschrittlichem Land, unter einen relativ durchdachten Regierung.
Da mein Empfinden sich gerade mit Eurem deckt, alles ist ein „too much“, kann ich sehr gut nachvollziehen, dass Ihr Besteck geteilt habt…ein bisschen wie bei den Sieben Zwergen 😉
Also wieder ab in Euren Camper, da seid Ihr Eure eigenen Herren.
Sonnige Grüße aus good old Bremen
Es ist schon wirklich verwunderlich hier. Auch das Gemüse und Obst ist meist einzeln verpackt und überall gibt es Plastiktüten und auch an der Kasse wird alles in Plastiktüten ohne Aufpreis verpackt. Wir packen fein alles in unseren mitgebrachte Gemüsenetze und Bienenwachspapiere und ernten dafür verwunderte Blicke. So what, we don‘t care!
Liebe Grüße ans schöne Bremen!
Ich dachte auch Canada wäre ganz vorne mit der Müllvermeidung- falsch gedacht….aber vielleicht bringt Ihr ein paar Menschen zum Nachdenken., wäre auch schon was.
Hier wird auch gerne jeder Apfel und jede Tomate in Plastiktüten gepackt, da könnte ich manchmal an der Kasse im Supermarkt ausflippen, wenn ich das sehe!
Nun, weiterhin eine Gute Reise, Liebe Grüsse von
meiner Mutter und Patricia Spies!
Super dass ihr das so durchzieht, gibt ja vielleicht einen Denkanstoß für die Canadier! Die USA werden bestimmt noch krasser in Bezug auf Verpackungen usw. Obwohl auch hier manche Leute tatsächlich einzelne Äpfel,Nektarinen o.ä. in Plastktüten legen und so an der Kasse stehen. Unfassbar. Ich muss mich immer richtig zusammenreißen um nicht einen Streit an der Kasse anzuzetteln….
Naja, Euch weiterhin eine Gute Reise! Liebe Grüsse von meiner Mutter und Patricia Spies!!
hallo ihr Weltenbummler,
jetzt melde ich mich auch mal aus dem schwülheißen (31°), ausgetrockneten Dörnten. Die Platikgeschichte ist ja wirklich unglaublich. Das hätte ich von Kanada nicht erwartet. Kümmern die Kanadier sich nicht um die Umweltprobleme oder haben sie noch nichts von unserer vermülletne Welt gehört. Das macht mich richtig wütend!
Ihr seid 5 Stunden früher schreibt ihr, das soll heißen, ihr seid 5 Stunden hinter uns zurück. Bei uns ist jetzt Mittag, und ihr frühstückt vielleicht gerade.
Liebe Padeffkes,
das ist schon toll, euch auf euren Reisestationen begleiten zu können. Wir verfolgen es mit großem Interesse. Vielleicht sollten wir es in Zukunft auch mal mit einem Camper probieren…sieht so heimelig aus.
Herzliche Grüße aus dem immer noch sehr heißen Berlin
K. u. D.