Zum Heulen schön.

Zum Heulen schön.

März 14, 2020 0 Von Nuroma

Totaranui – Christchurch

1.-9.3.2020

Unsere letzte Woche im Camper ist angebrochen und trotz Platzmangel, Unordnung und Sand im Bett bedauern wir das auch ein wenig. Das liegt definitiv an Neuseeland und dem entspannten Reisen in diesem traumhaften Land. Auch wenn es vor 5 Jahren um einiges leerer hier war und noch nicht so viele Camper und pseudo-Selfcontained-Vans (Die Selfcontained Aufkleber kann man unter der Hand kaufen und so auf Plätzen stehen auf denen man sonst nicht übernachten dürfte.) unterwegs waren ist das Vagabundieren hier gefühlt leichter und sicherer als in den anderen Ländern.

Wir haben an so vielen tollen Orten übernachten und so viele nette Menschen kennen lernen dürfen – da geht einem das Herz auf und quillt über. (Ich kann da natürlich nur für mich sprechen.)

Ich hatte viele dieser Momente an denen mir die Tränen kamen, weil es einfach so unfassbar und unbeschreiblich schön ist. Staunend und seufzend sind wir mit offenen Mündern in unserer Kiste durchs Land gerollt und konnten uns gar nicht sattsehen an der vorbeiziehenden Landschaft. „Wahnsinn!“ und „Unfassbar!“ und „Das kann doch nicht sein, schau mal!“ waren Wortfetzen die die Kinder nur zu oft aus der Fahrerkabine zu hören bekamen. (Wenn sie nicht ihre Kopfhörer aufhatten um Musik zu hören.)

Aber auch die Kids waren voller Lob für Neuseeland und Oskar sagte sogar, dass er sich vorstellen könnte hier zu leben. („Lass uns doch ein Haus hier kaufen!“ – äh, klar Oskar und dann fliegen wir in den Ferien mal eben nach Neuseeland. Aber an sich einen schöne Idee.) Und wer Oskar kennt und weiß wie sehr er sein zu Hause in Bremen liebt und wie sehr er sich schon auf zu Hause freut, kann daran feststellen wie sehr es ihm hier gefällt.

Die letzte Woche in unserem Camper begann in Totaranui im Abel Tasman Nationalpark im Norden der Südinsel. Dort haben wir unseren ersten Kaffee recht früh am Strand getrunken und waren gleich darauf im eiskalten aber wunderbaren Meer schwimmen. Danach fühlten sich die kalten Duschen sogar richtig warm an.

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Nach einem schnellen Frühstück und dem täglichen Zusammenpackwahn sind wir wieder auf die Serpentinenschotterpiste zurück und weiter nach Norden in das Auge des Kiwis gefahren. Um 13 Uhr waren wir schon am Whakariki Beach und haben dort eingecheckt. Als erstes gab es die langversprochenen Pancakes. Der Campingplatz liegt mitten im größten Naturschutzgebiet der Südinsel. Von hier aus führt ein 20-Minuten-Walk zum Strand. Auch mal wieder wunderschön. (Danke Julia für den Tipp!) An diesem schönen Strand gibt es nicht nur tolle Felsformationen und unglaubliche Sanddünen, es gibt auch Babyrobben zu bestaunen. Da bei unserer Ankunft allerdings Flut war, haben wir die kleinen nur von weitem auf ihrem Felsen abhängen sehen.

Die Kinder haben sich auf jedenfalls wie Bolle amüsiert und sind die Dünen hoch und runter gelaufen bis ihnen die Beine wehtaten.

Abends haben Christian und die Kinder leckere Pasta mit Olivensauce und Salat gemacht und ich hatte kochfrei. Auch mal ganz schön.

Am nächsten Morgen haben wir ganz früh ausgecheckt und sind zur Ebbe gleich morgens um 9 Uhr an den Strand gewandert. Dort waren wir recht alleine und haben zwischen 12-15 kleine Robben in einem Wasserlauf plantschen und herumtollen sehen. Zu niedlich! Die Muttis lagen faul am Strand herum und haben sich erholt. Auch unser Näherkommen hat sie kein Auge aufmachen lassen. Ebenso wenig haben sich die Kleinen von uns stören lassen. Nach einer weiteren Runde Dünenlaufen haben wir uns wieder auf die Socken gemacht.

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Wir haben uns zwei Tage auf dem Reiterhof Hack’n Stay an der Golden Bay eingebucht. (ebenfalls Danke an Julia, Björn und Milou – der Tipp war Gold wert).  Vorher standen noch die obligatorischen Stopps zum Tank entleeren und Vorräte auffrischen an.

Hack’nStay ist ein ganz toller liebevoll hergerichteter Campingplatz mit Hütten und Zimmern und natürlich mit Pferden. Der Hühnerstall trägt den Namen „Alcachooks“, die Toiletten und Duschen befinden sich in einem Teil der Scheune und in einem alten Zirkuswagen ist eine gemütliche Lounge eingerichtet. Alles ist mit viel Liebe zum Detail hergerichtet ohne zu gestylt zu sein. Die Inhaber sind deutsche Auswanderer, die sich hier ihren Traum erfüllt haben.

Ihr Grundstück erschließt sich bis zum Strand, den man in ca. 20 Minuten über einen Pfad erreichen kann. Leider fing es kurz nach unserer Ankunft zu regnen an und hörte bis Abends auch nicht wieder auf, so dass unser Walk zu den Glühwürmchen, die es auf dem Weg zum Strand gab leider ins Wasser fiel.

Für den nächsten Morgen hatten wir für die Kinder einen Ausritt am Strand gebucht. Leider hat der Regen sich nicht verabschiedet und bliebt uns auch den ganzen Tag treu. Die Kinder hat es nicht gestört, die kamen pitschnass und durchgefroren aber glücklich und strahlend wie Honigkuchenpferde zurück.

In einer kurzen Regenpause sind wir zum Strand gelaufen und haben uns die steife Brise um die Ohren wehen lassen. So lange bis es wieder anfing zu regnen. Den Rest des Tages haben wir mit Waschen, Schularbeiten und spielen verbracht.

Christian hat sich Ohren heiß telefoniert. Seine Kamera, die am Dienstag per Post ankommen sollte kam natürlich nicht an. Super. Nach langen hin und her Telefonieren mit dem Verkäufer und der Post, konnte das Paket in Nelson gestoppt werden, wo wir es am Mittwoch abholen konnten. Es war recht unkompliziert und die Leute von der Post waren total kooperativ. Das geht auch nur hier. Einfach ein Paket anhalten und irgendwo abholen. Verrückt und herrlich unkompliziert und unbürokratisch.

Die für den Abend angepeilte Glühwürmchen-Wanderung fiel leider wieder dem Regen zum Opfer. (Der Regen störte uns da weniger, der matschige Lehmweg im Dunkeln war eher das was uns abschreckte.)

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Der Montag und Dienstag vergingen wie im Flug und am Mittwoch morgen  haben wir uns mal wieder zu Weiterfahrt fertig gemacht. Auf unserem Weg nach Nelson haben wir in Richmond in der Postfiliale angehalten und die heißersehnte Kamera abgeholt. Herrlich, jetzt hat Christian auch wieder eine Mission. Pollie stellte auch schon fest, dass da etwas fehlt, wenn Papa nicht fotografieren kann.

(Der Vergleich mit der Hexe und dem Besen kam da noch mal auf den Tisch. Papa ohne Kamera ist wie eine Hexe ohne Besen.)

Allerdings hat die Kamera einen Minihaken: Sie ist in der falschen Farbe geliefert worden. Statt einem hellen freundlichen Schwarz ist sie in hellem shiny Silber gekommen. Also ich mag sie. Sieht ein bisschen retro aus.

Nachdem das erledigt war haben wir in Nelson in der City beim „Superloo“ gehalten. Eine weitere großartige Sache in Neuseeland. Im „Superloo“ kann man nicht nur für 20 Cent auf die Toilette gehen. Man kann dort Duschen, Wäsche waschen oder auch einen Spint mieten und elektronische Geräte aufladen. Alles ist super in Schuss und tipptopp sauber. Eine super Toilette eben. Da das Waschen und Trocknen etwas länger dauerte sind wir noch einkaufen gegangen und haben etwas im Op-Shop gestöbert.

Beim Herumlaufen hatte ich ein absolutes Schlüsselerlebnis. Etwas das mich nachhaltig beeindruckt und mich wirklich bewegt und beeindruckt hat.

Aus einem Gemüseladen kam eine Mutter mit einem ca. 4-5 Jahre alten Kind, das wie verrückt schrie und quengelte. Die Mutter sah schon etwas aufgelöst aus und ging mit zusammen gekniffenen Mund an uns vorbei. Hinter ihr kam eine Frau aus dem Shop mit einem Strauß Blumen gelaufen, hielt sie an, drückte ihr die Blumen in die Hand und sagte sinngemäß etwas wie: „Nicht aufgeben. Sie machen einen tollen Job. Machen sie weiter so.“ Daraufhin brach die Mutter in Tränen aus und hat sich gar nicht mehr eingekriegt. Ich mich aber auch nicht. Ich habe auch glatt ein Tränchen mit verdrückt. Als wir die Frau mit den Blumen später noch mal sahen habe ich ihr gesagt, wie toll ich das fand. Sie sagte, dass die Mutter schon im Laden mit den schreienden Kind einen  Zusammenbruch hatte und dass sie so mit ihr fühlen konnte.

Das konnte ich auch. So einen Meltdown wie die Frau sich ausdrückte kenne ich auch nur zu gut. In dieser Situation aber so zu reagieren wie die Frau mit dem Blumenstrauß fand ich mehr als beeindruckend. Mit einer kleinen Geste und netten Worten anderen Menschen Mut zusprechen und sie zu sehen und zu erkennen, das ist das was oft im Alltag fehlt oder einfach in unserer Gesellschafft verloren gegangen ist. Oder schlichtweg untergeht im Alltagswahnsinn in dem man selbst steckt.

Auf alle Fälle habe ich mir vorgenommen diese Attitüde wieder mehr in meinen Alltag zu integrieren und mehr auf meine Umgebung und Mitmenschen zu achten. Und zu schauen, wo man helfen kann. Es sind nicht die großen Dinge die den Unterscheid machen, sondern die kleinen Gesten und das nette Wort.

Da wir irgendwie keine Meinung zum Weiterfahren und Campingplatzsuchen hatten sind wir kurzerhand auf dem Parkplatz vom Superloo geblieben. Dort kann man umsonst auf einer gekennzeichneten Fläche übernachten und bis 9 Uhr am morgen bleiben. Der Platz war mitten in der Stadt und wir sind zur Abwechslung mal abends essen gegangen. Eigentlich wäre es ein ganz ruhiger Platz gewesen wären da nicht vier deutsche Mädels gewesen, die bis 2 Uhr morgens einen Geburtstag gefeiert hätten.

Nach einer kurzen Nacht habe ich bei einer Schwedischen Bäckerei morgens frische Croissants, Baguettes und leckeres Körnerbrot gekauft. Das war ein absolutes Highlight. Wir haben schon lange nicht mehr so leckeres Brot gegessen und erst recht keine Croissants.

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Als ich danach einen Spint mieten wollte um den Laptop noch mal zu laden hat die nette Dame am Schalter mir angeboten dass ich den Rechner doch in ihrem Büro laden könnte. „You can save the Dollar, Darling.“ Die Herzlichkeit und Freundlichkeit ist echt der Hammer und sucht seinesgleichen. Es kommt so von Innen heraus und ist ehrlich und echt. Da bin ich manchmal sprachlos und würde mir wünschen dass ich das mit nach Hause nehmen kann.

Danach war es ein langer Weg in die Mistletoe Bay im Marlborough Sound. Das eingebaute Navi hat uns in die Irre geführt und wir sind erst einmal eine halbe Stunde in die falsche Richtung gefahren. Endlich angekommen sind wir in der absoluten Ruhe angekommen. Jedenfalls vorerst. Wir haben uns einen Platz gesucht und erst mal Kaffee getrunken und relaxt. Leider konnten wir nicht, wie geplant, Kayaken gehen, da der Wind zu stark war und der Verleih nur bei ruhiger See vermietet.

Na gut. Es ist ja wie es ist. Dann sind wir einfach mal etwas Wandern gegangen. Sehr zum Leidwesen von Pollie. Die reagiert mittlerweile allergisch auf die Wörter Wandern, Hiken, Trail oder Walken. Aber es half nichts. Wir haben den kleinen 2,5 km- Peninsula-Trail genommen, der uns über die Mistletoe Bay zur Waterfall Bay und wieder zurück führte. Herrliche Aussicht und viele viele Grillen, die um uns herum schwirrten und zirpten. Eine davon hat es sich erst mal auf meinem Pullover häuslich niedergelassen. So richtig toll fand ich das ja nicht. Etwas spooky sehen die ja schon aus.

Als wir von der kleinen Wanderung zurück kamen war es aus mit der Ruhe. Auf der Campsite gab es ein Feriencamp mit 70 Schülerinnen aus einem College aus Wellington. Da war auf einmal halligalli life in Tüten… Die Kinder fanden das super spannend. Endlich war mal wieder was los. Sie haben bei uns auf dem Bett gesessen und aus dem Fenster geschaut. Besser als Fernsehen und viel besser.

Als es dunkel war sind wir auf eine Glühwürmchen-Wanderung gegangen. So auch die 70 Mädels. Da war ein Gekreische und Gekicher auf dem Weg. Als wir uns allerdings absetzen konnten wurde es ruhiger und wir konnten tausende von kleinen Leuchtkäfern sehen. Das ist so toll und so speziell. Minikäfer, denen die Sonne aus dem Hintern scheint. Die müssen doch stets glücklich sein, oder?

Am nächsten Morgen war es relativ windstill und wir haben uns Kayaks ausleihen können. Pollie und Christian sind in einem 2er und Oskar und ich jeweils in einem 1er losgepaddelt. Leider hatte das 2er-Kayak mehrere Entwässerungslöcher (Ich frage mich wozu?), so dass die beiden ziehmlich schnell mit ihrem Popo im Wasser saßen. Sie haben es mit Fassung getragen und wir sind bis zum Ende der Mistletoe Bay in die Waterfall Bay gepaddelt. Was bei auffrischendem Wind nicht immer einfach war. Oskar saß das erste Mal im Kayak, dazu noch ganz alleine, und hat sich tapfer geschlagen. Obwohl er in kürzester Zeit pitschnass war, haben wir ihn kaum wieder aus dem Kahn herausbekommen. Um wieder warm zu werden haben wir noch mal vor ort heiß geduscht und uns dann wieder auf die Socken gemacht.

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Wir wollten die Nacht am Paparoa Point stehen, einem freien Platz direkt bei einer Robbenkolonie. Dort waren wir schon vor 5,5 Jahren und fanden es ganz großartig.

Dort angekommen mussten wir feststellen, dass es ihn so wie er war nicht mehr gibt. Die ganze Strecke an der Westküste ist eine einzige Baustelle und auch der Parklatz war leider gesperrt. Auch ein anderer freier Platz, den wir noch vom letzten Mal kannten war nicht mehr zugänglich. Etwas gefrustet sind wir auf unserer Camper-App noch mal auf die Suche gegangen und tatsächlich fündig geworden. In Kaikoura haben wir am Pier Hotel einen günstigen Platz direkt am Meer gefunden. Mit Blick auf die Bucht und die Berge dahinter. Hätten wir gar nicht mit gerechnet, dass wir so ein Schätzchen dort vorfinden würden. Am Steinstrand haben wir noch die Restsonne genossen und die Kids haben Muscheln, Steine und Müll gesammelt.

Nach einer recht ruhigen Nacht (wir haben uns schon fast dran gewöhnt, dass der ganze Van schaukelt, wenn sich jemand umdreht und wachen gar nicht mehr so oft auf), haben wir einen Shop-Stop in Kaikoura-City, bestehend aus einer Einkaufsstraße, gemacht.

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Dann sind wir zur Amuri-Show, einer Landwirtschaftsausstellung mit allem Drum und dran gefahren. Schafescheeren, Schafezählen, Holzhacken, Rodeo und Bullenreiten waren da auf dem Programm. Dort waren wir mit Fiz, einer entfernten Verwandten von mir verabredet. Wir hatten sie schon letztes Mal getroffen und sind über die Zeit in Kontakt geblieben. Sie war dort mit 3 von ihren 4 Kindern und fast allen Enkelkindern. 13 an der Zahl. Die Familie ist alteingesessen und wir haben den gleichen Ur-, Ur-, Ur, Ur-, Urgroßvater. Sie bewirtschaften immer noch die Ursprungsfarm unseres Urahns, eine große Farm mit Schafen und Rindern und sind sehr engagiert in der Region.

Wir haben zusammen das Spektakel von Springreiten, Bullenreiten und Rodeo angeschaut und die Kinder haben sich zeitweise miteinander ganz gut verstanden.

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Gegen Abend haben wir uns verabschiedet und sind nach Hanmer Springs gefahren. Dort wollten wir am nächsten Morgen zu den heißen Quellen und mal wieder schwimmen gehen.Netterweise haben uns zwei Männer vor dem Eingang zwei Freikarten in die Hand gedrückt. Einfach so. Das war großartig und supernett, denn die Eintrittspreise haben sich gefühlt verdoppelt seit unserem letzten Besuch. Vielleicht kam es uns auch nur so vor, denn die Kinder mussten beim letzten Mal noch gar keinen Eintritt bezahlen, da sie noch so klein waren.

Der Besuch hat sich auf alle Fälle gelohnt. Bei Sonnenschein und späteren 26 Grad haben wir in den warmen Becken herumgelegen, sind zwischendurch gerutscht und im Strudel geschwommen. Herrlich. Drei Stunden später sind wir nach einer Stärkung mit Fish’n Chips zu unserer letzten Station nach Amberley Beach gefahren.

Während die Kids sich auf dem Spielplatz amüsiert und komplett eingestaubt haben, bin ich meiner nicht mehr ganz so großen Leidenschaft dem Packen nachgegangen. Oh jeh, was da wieder so zu Tage kommt, wenn man alle Schränke und Schubladen ausräumt. Ein kleiner Albtraum. Erschreckenderweise mussten wir auch diesmal wieder vier Taschen packen um alles mit zu bekommen. Gefühlt haben wir auch 2 Tonnen Muscheln, Steine und Stöcker wieder in die Freiheit entlassen und ausgewildert. Schon schade, dass man die schönen Fundstücke nicht alle einpacken kann.

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Und schade, dass unsere Zeit auf der Südinsel im Camper schon so schnell vorbei ist. Ich wäre gern noch länger geblieben und noch einige von den „Oh“ und „Ah“-Momenten zu genießen. Es ist einfach so unfassbar schön hier und ich hatte hier viel mehr „Zum- heulen-schön-Momente“ als sonst irgendwo.

Unsere im Op-Shop erstandenen Schüsseln, Snackboxen sowie Saucen und Lebensmittel, die wir nicht transportieren konnten und wollten haben wir auf dem Campground an diverse andere Camper verteilt. So bleibt alles fein im Umlauf und wir müssen nicht so viel wegschmeißen.

Am nächsten Morgen haben wir noch die Reste gepackt, das gemietete Bettzeug und Handtücher zusammengelegt und sind zu Fiz nach Christchurch gefahren. Mit der waren wir noch spontan zum Lunch verabredet um uns noch mal richtig zu verabschieden.

Sie hat für uns gekocht und wir hatten noch etwas Zeit zum Schnacken. Um 13 Uhr haben wir uns verabschiedet. Fiz war zum Tennis verabredet und wir mit dem Camperverleih und unserem Flug nach Wellington.

Die Abgabe war wie immer recht entspannt. Wir haben die Taschen noch mal alle mit unserer Kofferwage durch gewogen, das Gewicht noch etwas verteilt und den Camper übergeben. Die gefahrenen Kilometer wurden bei der Abgabe gecheckt und auf die gesamten Kilometer mussten wir eine Dieselsteuer bezahlen. Gut so. Das ist in Neuseeland üblich und ein Teil der Umweltsteuer. So wie jeder Tourist der einreist eine Touristensteuer bezahlen muss. (Bei den Massen die hier herumfahren kein Wunder und dringend notwenig.)

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Am Flughafen hatten wir dann doch noch etwas unnötiges Gerödel da unsere Taschen doch unerwartet mehr als 23 Kilo wogen. Unsere Kofferwaage scheint nicht mehr so richtig genau zu sein oder verweigert ob der regen Benutzung ihren Dienst. Wir mussten jedenfalls noch mal umpacken und Gewicht verteilen um dann endlich in die Wartehalle gehen zu können.

Wir hatten erwartet, dass wir durch die Sicherheitskontrolle müssen und wurden eines Besseren belehrt. Bei Inlandsflügen gibt es so etwas hier nicht. Keine Taschenkontrolle, keinen Check auf Flüssigkeiten, Schusswaffen oder Messer. Verrückt. Die Neuseeländer scheinen da etwas anders zu ticken und viel vertrauenswürdiger zu sein.

Auch Coronatechnisch ticken die Neuseeländer etwas anders. Auf dem Flughafen und im Flugzeug waren war fast die einzigen mit Schutzmaske zu sehen. Weiß man auch nicht, ob das so gut ist.