Angekommen.
Jetzt sind wir schon eine Woche in Portugal und haben so langsam das Gefühl anzukommen. Hier im Allgemeinen und im Speziellen als Familie. Aber das war ja auch der Plan. Zwei Wochen Zeit um anzukommen, abzuschalten, loszulassen und zu sortieren.
Nach einer sehr sehr kurzen Nacht ging es letzten Dienstag endlich los. Um 4:45 Uhr brachte uns das Taxi mit dem Song „Leaving on an Jetplane…“ von John Denver im Ohr, jedenfalls im meinem, zum Flughafen.
Bei der Zwischenlandung in Amsterdam haben wir dann zwischendurch eine mittelschwere Krise bekommen. Unsere Bordkarten waren verschwunden. Wie vom Erdboden verschluckt. Einfach weg. Nach einer leichten Hitzewallung und Schnappatmung, haben wir uns von einer netten Dame von KLM beruhigen lassen, die kurzerhand die Bordkaten neu ausdruckte und uns versicherte, dass das gar kein Problem wäre. Gut zu wissen, so für die Zukunft.
Nach einem turbulenten, mit Luftlöchern gespickten, Landeanflug auf Lissabon mit Miniverspätung sind wir heil gegen 11 Uhr gelandet.
Das Auffinden der Autovermietung gestaltete sich dann als etwas chaotisch. Nach einer Stunde verzweifelter Suche nach dem Shuttleservice haben wir es dann doch geschafft. Der Minibus brachte uns zu einer kleinen Autovermietung mit Minibüro und Tiefgarage. Nach einer weiteren Stunde Wartezeit und unfassbar geduldigen Kindern (geduldiger als ich) konnten wir dann auch unser Auto beladen und losdüsen.
Angela, die nette Vermieterin wartete bereits mit ihrer Familie und zeigte uns Haus und Garten, gab uns eine Menge Tipps für Unternehmungen und überließ uns dann die Schlüssel. Da es das Wochenendhaus der Familie ist, gibt es hier sogar ein Spielzimmer mit Unmengen an Spielzeug für die Kinder, die das Zimmer sofort mit leuchtenden Augen in Beschlag genommen haben.
Zu unserem kleinen Häuschen am Marktplatz von Ramalhal, einem kleinen Dorf ca. 50 km nördlich von Lissabon) gehört ein Garten, der auf der anderen Seite einer kleinen Seitenstraße liegt. Es ist ein wunderschöner Garten mit Pool und Obstbäumen, die voll mit reifen Früchten hängen. Äpfel, Birnen, Limonen und Zitronen. Ein Träumchen und unser kleines Paradies zum Runterkommen. Nach einem kurzen Einkauf im Dorfladen haben wir als erstes unsere Badesachen rausgekramt und haben uns im Garten entspannt.
Entspannen gehörte in der letzten Woche zu unseren Lieblingsbeschäftigungen. Die Frage der Kinder lautete an den ersten vier Tagen fast immer unisono: „Machen wir heute einen lazy day?“ und die Antwort lautete auch fast immer: „Unbedingt!“
Also haben wir, außer im Garten abhängen, runterkommen, viel schlafen, lesen, Hörbücher hören, Canasta spielen und ab und zu dem Strand einen Besuch abzustatten, nicht viel gemacht.
Es scheint, als ob wir alle einen gehörigen Bedarf an Ruhe haben. Selbst die Kinder fordern das sehr deutlich ein. Eine völlig neue Erfahrung.
Bei konstanten Temperaturen von 24-26 Grad und einer frischen Brise, kann man es hier wunderbar aushalten. Die Kommunikation ist allerdings nicht immer einfach. Mit den wenigen Brocken Portugiesisch, die wir sprechen, radebrechen wir uns mit einem Kauderwelsch aus Französisch, Englisch und Spanisch durch die Gegend. Klappt aber irgendwie ganz gut.
Wir befinden uns noch immer in der Abschalt- und Loslassphase und rütteln uns noch zurecht. Wut- und Motzanfälle gehören zum Tagesplan. (Eher von den Kindern, wohlgemerkt) Auch Heimweh und Vermissen gehören dazu. Den Kindern wird es grade bewusst, dass sie ihre Freunde und Familie eine ganze Weile nicht sehen werden. Und dann fragt mich doch manchmal der kleine Mann im Ohr, ob das dann wirklich eine gute Idee war so eine Reise zu machen. Aber nur sehr selten. Und auch nur in Extremsituationen. Und weil er keine klare Antwort bekommt und auch nur leise fragt, verkrümelt er sich auch schnell wieder.
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Liebe Grüße aus Bremen 😊
Da wäre ich jetzt gerne dabei. Das sieht super gemütlich aus.
Ich wünsche gute Erholung und ganz viel Spaß 🙌
Ich freue mich darauf ab und zu auch ein wenig von der Welt zu sehen. Vielen Dank
Liebe Grüße
Susanne Leopold
Go Surfergirl –
You look fabulous!