Einer mehr.

Einer mehr.

Juni 11, 2026 2 Von Padeffke

Tadaaaaa: Darf ich vorstellen? Das ist unser Neuer: 4,80 m lang, 2,30 breit und 37 Jahre jung.

Seit dem 6. Januar 2026 sind wir stolze Besitzer dieses charmanten Caravan. Endlich, denn schon seit geraumer Zeit waren wir auf der Suche und haben uns auch den einen oder anderen Wohnwagen in der Umgebung angeschaut. Bisher ohne Erfolg, denn meist waren sie zu klein, zu teuer, in einem desolaten Zustand oder wurden schon verkauft.

Als ich also am 5.1. Facebook konsultierte, ploppte Beitrag für einen Wohnwagen in der Rubrik „Phillip Island: Buy, swap and sell“ auf. Die Anzeige war erst 20 Minuten online und ich habe dem Besitzer gleich eine Nachricht geschrieben, um zu checken, ob der Wohnwagen noch verfügbar war. Zu meinem Entzücken, war er weder verkauft noch reserviert und ich habe umgehend einen Besichtigungstermin vereinbart. 15 Minuten später ­­– waren wir dann auch schon in Wimbledon Heights (dem einzigen, nicht am Meer gelegenen Ort auf Phillip Island, ca 10 Minuten entfernt von uns), um den Caravan zu besichtigen.

Was soll ich sagen: Wenn es sein soll, dann soll es sein. Von außen war er gut in Schuss und von Innen sah auch alles soweit ok aus. Nicht unser Stil, aber durchaus ausbaubar. 

Und dann war der Verkäufer so nett und hat uns den Wohnwagen gleich am nächsten Morgen bis vor die Haustür gefahren. 

Etwas tricky wurde es allerdings, das gute Stück in unseren Garten zu bugsierenden, denn die Einfahrt ist recht schmal und viel Spielraum zum rangieren gibt es nicht.

Da die Aufteilung und das Design des Interieurs nicht so ganz nach unserem Geschmack war, haben wie etwas hin und her überlegt und uns entschieden, dass wir ein paar Dinge aus dem Wohnwagen herausreißen müssen. 

Gesagt, getan. Die Sitzecke samt Oberschränke musste als erstes weichen um Platz für ein Etagenbett für Oskar und Pollie zu machen.

Als nächstes folgten das Doppelbett samt Bettkasten, die Oberschränke über dem Bett, der Teppich und der Fernsehschrank nebst Fernseher.

Christian hat gewerkelt, geschraubt und gesägt – in typisch australischer Sicherheitsausstattung.

Und dann ging es an die Planung, Organisation und Umsetzung. Dank FB Marketplace haben wir recht schnell ein gebrauchtes Etagenbett gefunden, dass In die Ecke passte. Das Holz für die Raumteiler haben wir umsonst bekommen und die Matratzen hatten wir noch.

Weiter ging es mit dem Doppelbett im hinteren Teil, das eingeklappt werden sollte und einen Tisch zum Herunterklappen, damit wir eine Sitz- und Essgelegenheit im Wohnwagen haben. Da Christian bereits zwei Klappbetten mit Ausklapptischen in Bremen gebaut hat, war das (mehr oder weniger) ein Kinderspiel.

Da wir auch mal „Off-the-Grid“ campen und etwas unabhängig sein wollen, musste unbedingt eine Toilette eingeplant werden. Also hat Christian einen kleinen Verschlag mit einer Campingtoilette gebaut. Direkt darunter hat die Batterie und der Inverter Platz gefunden, die wir bei einem Campingausstatter in Dandenong zusammen mit einer Solardecke erstanden haben.

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Der alte Herd und der Kühlschrank wurden aussortiert. Der Herd war zu mit Pizzafach und Backofen einfach zu schwer. Kurzerhand wurde dann doch die gesamte untere Küchenzeile ausgemustert. Dafür haben wir eine Küchenarbeitsplatte von IKEA und eine Kombieinheit aus Spülbecken und Zweiflammenherd besorgt.

Es gibt so viel zu beachten und in Betracht zu ziehen: Praktikabilität, Gewicht und natürlich Größe.der größte Faktor ist allerdings das Gewicht, da wir mit unserer Auto nur 1600 kg ziehen dürfen. 

Deswegen haben wir einen Termin bei der hiesigen Wiegestation gebucht, um uns mal einen Überblick zu verschaffen, wie viel unser gutes Stück so wiegt.

Erstaunlicherweise lagen wir wirklich gut im Rahmen. Aber es war ja auch noch gar nicht alles drin. Wir haben nur das Leergewicht, ohne Klamotten, Essen, Zubehör, Kleidung und Küchenutensilien ermittelt.

Das nächste Mal, wenn wir ihn wiegen lassen, werden wir mit voller Ladung hinfahren.

Bisher hat Christian alle Arbeit geleistet, ich war lediglich als Hiwi im Einsatz. Mein Auftritt fing an, als es um die dekorativen Jobs ging, sprich ums Streichen. Drei Tage lang habe mehrere Liter Farbe an Wände und Decken verteilt, um die ursprünglich graue Farbe erfolgreich abzudecken.

Im Abschluss haben wir Vinylfliesen verlegt und schwuppdiwupp sah es noch mal ganz anders aus.

Zu guter letzt hat Christian die Küche gebaut. Schubladenschränke, Platz für den Kühlschrank (den wir, im Mai bei FB Marketplace, gleich um die Ecke gefunden haben) sowie einen normalen Schrank für Vorräte.

Unsere erste Testübernachtung haben wir vor zwei Wochen gemacht und wir haben, dank eines Heizlüfters von Thorsten, überlebt.

Nun fehlen noch Vorhänge, Regale und die Deko, um alles etwas gemütlicher zu machen.