Tag 13: Litchfield National Park, Buley Rockholes, Florence Falls und Magnetic Termite Mounds, 74 km

Tag 13: Litchfield National Park, Buley Rockholes, Florence Falls und Magnetic Termite Mounds, 74 km

April 24, 2025 1 Von Padeffke

Heute war ein easy peasy Tag geplant, der sehr viel mit Schwimmen gehen und ein wenig Wandern beinhaltete. Nach einem schnellen Frühstück haben wir mal wieder alles eingepackt und reisefertig gemacht. (Das ist eindeutig der Nachteil eines Wohnmobils gegenüber einem Wohnwagen – jedes Mal muss man alles einpacken und verstauen, bevor man irgendwo hinfahren will.) Manchmal nervig aber man gewöhnt sich daran. Allerdings lässt sich das ja auch nicht vermeiden, wenn man sich hier im nirgendwo etwas ankucken möchte – denn es gibt leider nichts, dass man fußläufig erreichen könnte – außer dem Creek um die Ecke, der gesperrt ist, da dort auch Krokodile sind. Als auch ein no no.

Als ein absolutes Yes hat sich das Buley Waterhole entpuppt. Eine Wasserlandschaft aus mehreren terrassenartigen kleinen und größeren Wasserbecken, die mit wunderbarem frischem Wasser und kleinen Wasserfällen versehen waren. 

Bei unserer Ankunft haben wir einen recht großen Leguan beobachten können, der zuerst am Ufer gechillt hat und dann eine Abkühlung im Wasser genommen hat. Vielleicht waren es ihm einfach zu viele Leute an seinem Stammplatz, so dass er auf einen Felsen geklettert ist, von dem er einen guten Ausblick und seine Ruhe hatte.

Wir sind bestimmt eine Stunde im Wasser geblieben, sind in die tieferen Becken gesprungen, getaucht, und haben unter den kleinen Wasserfällen eine prasselnde Rückenmassage genossen. 

Es war auch gar nicht zu voll, so dass wir immer genug Platz um uns herum hatten und wir nicht das Gefühl hatten mitten im Geschehen zu sein.

Nächster Stopp Florence Falls. Der Weg zur den wohl bekanntesten Wasserfällen im Litchfield National Park führt über 160 Treppenstufen (one way). Ein recht entspannter Weg, jedenfalls nach unten. Am Ende der Treppen ging es noch etwas über Stock und Stein und Felsenweg bis wir am eigentlichen swim hole und den Fällen angekommen waren.

Wow, was für ein magischer Ort. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber diese Orte sind einfach nicht von dieser Welt. Ein bisschen wie eine Filmkulisse eines Fantasiefilms, in der man vermuten könnte, dass jede Sekunde Elfen und Feen und Einhörner oder Drachen auftauchen und über Felsen und das Wasser schwirren.

Wir haben uns anstelle von Fabeltieren mit Dragonflies (Libellen) und Fischen begnügt, was ja auch ganz fein ist. Man mag es gar nicht glauben, was für eine starke Strömung im Becken herrscht. Bei unserem Versuch zu den Wasserfällen zu schwimmen, mussten wir uns ganz schön anstrengen. War ein bisschen wie in einer Gegenstromanlage zu schwimmen. Obwohl hier so einiges los war hatte man nie das Gefühl es wäre zu voll. Durch das tosende Rauschen der Wasserfälle hat man nur seine unmittelbare Umgebung bzw. die Personen, die sich in unmittelbarer Nähe befanden, gehört. 

Auch hier sind wir ca eine Stunde geblieben und konnte uns fast nicht loseisen. Unsere Haut an Händen und Füßen hatte allerdings ihren maximalen Schrumpelfaktor erreicht und so haben wir uns wieder auf den Aufstieg der 160 Stufen gemacht. Hoch war es etwas anstrengender. Glücklicherweise waren wir ausreichend abgekühlt und haben den Weg ohne zu schwitzen geschafft. Erstaunlicherweise gibt es gar nicht so viele Fliegen wie im Outback, was so ein Outdoor-Erlebnis natürlich um einiges angenhmer macht, wenn die ollen Viecher einem nicht in Ohr, Nase und Augen kriechen.

Dritter und letzter Stopp des Tages waren die Termitenhügel. Termitenhügel haben uns ja schon seit einigen hundert Kilometern am Straßenrand begleitet. Was so besonders an diesen ist? Die „Magnetic Termite Mounds“ sind alle an den Polen von Norden nach Süden ausgerichtet. Die cleveren Tierchen haben einen eingebauten Kompass, mit dem sie punktgenau ihre Bauten ausrichten. Man hat festgestellt, dass es so immer einen Punkt im Bau gibt, der eine annehmbare Temperatur vorhält.

Der Rest des Tages haben wir gelesen, gechillt und sind nochmal in dem Pool gegangen. Und dann war auch schon die letzte Nacht im Wohnmobil da. 

Morgen (Mittwoch) ist Abgabetag und dann sind wir zwei Nächte in Darwin in einem Airbnb und fliegen am Samstag morgen um 0:30 Uhr zurück nach Melbourne.