Tag 12: Kakadu National Park – Litchfield National Park (Litchfield Safari Camp), 369 km

Tag 12: Kakadu National Park – Litchfield National Park (Litchfield Safari Camp), 369 km

April 23, 2025 1 Von Padeffke

Heute sind wir mal wieder früh aus der Koje gekrochen. Recht gut erholt und definitiv nicht verschwitzt und nicht zerstochen. Oskar und ich sind, mit Ausblick auf unser Tagesprogramm, noch mal schnell in den Pool gesprungen und hatten ihn ganz für uns allein.  

Punkt 10 Uhr sind wir vom Hof gefahren und haben uns zu einem der zwei geöffneten Walks gemacht. Wir haben uns für den Nourlangie-Walk entschieden, einem 1,5 km-Walk, der an diversen Felsenmalereien der Aborigines vorbeiführt. Diese beindruckenden und manchmal nicht von dieser Welt scheinenden Malereien sind zwischen 1.000 und 20.000 Jahre alt. Was für eine unglaublich lange Zeitspanne. 

Für den Walk haben wir über 2,5 Stunden gebraucht. Zum einem, weil es durch unwegsames Gelände ging, zum anderen, weil wir voller Staunen die Felsenzeichnungen bewundert haben. Fasziniert und berührt haben mich, dass in dieser unwirklichen Umgebung schon vor über 20.000 Jahren Menschen gelebt, gelacht und kommuniziert haben. Menschen einer Kultur, die es so schon lange nicht mehr gibt. Eine Gemeinschaft, die ihre Geschichten nach wie vor von Generation zu Generation mündlich weiterüberliefert und in der nur wenig aufgeschrieben wurde. In der es aber Zeichnungen gibt, die Geschichten erzählen, wenn man sie denn versteht.

Eine märchenhafte Landschaft in der wir ein bisschen Indiana Jones Feeling hatten. Es gab kleine Höhlen und Nischen, Wasserlöcher und Wasserfälle (aber nur die ganz kleinen).

Und es gab echt viel Getier, dass Christian geduldig mit seiner Kamera ins Visier genommen hat.

Nach unserem Walk bei 32 Grad, waren wir komplett verschwitzt und platt. Wir haben uns entscheiden anstatt der geplanten drei Tage im Kakadu zu bleiben, es auf den einen Tag zu beschränken und haben den Litchfield National Park anstattdessen auf unsere Agenda gesetzt, da wir gelernt haben, dass dort ein paar mehr Sehenswürdigkeit geöffnet haben.

Der einzige Campingplatz der Strom hatte und mittendrin lag war die Litchfield Safari Lodge. Da es leider keine Abkürzung durch den Park gab, mussten wir einen kleinen Umweg über Humpty Doo (einem Vorort von Darwin) machen. Und ja, es heißt wirklich so.

Im Supermarkt haben wir gleich noch mal für Obst und Gemüse-Nachschub gesorgt und sind weitere 1,5 Stunden gefahren. Als wir endlich bei der Safari Lodge ankamen, fanden wir diese verlassen vor. Die Rezeption war nicht besetzt und auch sonst war niemand zu sehen. Merkwürdig. Langsam sind wir durchs Camp gefahren, bis wir beim Sanitärtrakt auf jemanden getroffen sind. Es war der Manager, der uns aufklärte, dass sie noch nicht geöffnet haben und erst am nächsten Tag öffnen würden. Oh jeh, was für ein Schreck. Es war schon recht spät und wir wollten ungern eine Stunde zum nächsten Platz fahren.

Netterweise konnten wir bleiben und uns gleich für zwei Nächte dort einbuchen. Unsere letzten zwei Nächte bevor wir den Camper in Darwin abgeben mussten. Außerdem waren wir etwas reisemüde, hatten einen kleinen Overload an unvergesslichen und unglaublichen Eindrücken und wollten einfach keine wilden Strecken mehr fahren. Dazu kommt, dass im Litchfield National Park einiges mehr geöffnet hatte. Die nette Managerin empfahl uns die Besichtigung der Buley Rockholes, Florence Falls, Magnetic Termite Mounds und Wangi Falls.

Eine gute Idee für den nächsten und übernächsten Tag. Zuerst sind wir einmal mehr in den glücklicherweise vorhandenen Pool gesprungen und haben den totalen Luxus und die Stille eines leeren Campingplatzes genutzt.