Tag 4: Lake Hart – Coober Pedy 326 km

Tag 4: Lake Hart – Coober Pedy 326 km

April 7, 2025 0 Von Padeffke

Im Outback hatten wir seit gestern schon keinen Empfang mehr. Digital Detox vom Feinsten.

Es war die erste Nacht, in der wir alle durchgeschlafen und uns ausgeruht gefühlt haben. Sogar den Sonnenaufgang haben wir mitbekommen.

Durch die Umstellung auf die Winterzeit wird es nun wieder recht früh hell. Wir finden es gut, denn dann kommen wir früher los und vertrödeln nicht so viel Zeit. Die Teenies sind semi begeistert, spielen aber prima mit. (Was bleibt ihnen anderes übrig…)

Bei einem netten Plausch mit unsere Nachbarinnen, zwei Mädels aus Deutschland gesellte sich ein weiterer Camper mit Hund dazu. Der bärtige und auf den ersten Blick grummelig wirkenden Trucker war total nett und das Eis war schnell gebrochen als er uns Ralph, seinen sehr zugewandten und freundlichen Pinscher vorstellte. Wir hielten einen kleinen Plausch über Reiserouten und Ziele und dann ging jeder seiner Wege.

Um 8:20 Uhr, also recht früh für unsere Verhältnisse waren wir wieder auf dem Stuart Highway auf dem Weg nach Coober Pedy. Für die Übernachtung habe ich uns schon im Voraus einen Campingplatz gebucht. Ich fand, dass wir uns nach vier Tagen unterwegs ein kleines Schmankerl verdient haben. Der Campingplatz ist mit Pool, Waschmaschinen und vor allen Dingen schön heißen Duschen ausgestattet. So nach vier Tagen duschfrei gleicht eine richtige, warme Dusche einem totalen Wellnessprogramm.

Nach ca. einer Stunde Fahrt haben wir in Glendambo auf dem Rastplatz eine kleine Pause eingelegt. Richtig viel zu sehen gab es nicht, aber guten Kaffee konnten wir uns für die Weiterfahrt noch kaufen.

Die nächsten 300 km gab es weder viel Verkehr noch viel gravierende Veränderungen im Landschaftsbild. Die Landschaft wechselt eher subtil. Mal ist es etwas karger, mal gibt es Bäume zu sehen.

Was uns aber immer unterwegs begegnet, sind die vielen Toten Kängurus. Meist sieht man die toten Körper schon von weitem, da da die Krähen oder auch die Adler sich daran gütig tun.

Ach sonst gibt es viele Adler zu sehen, was wirklich beeindruckend ist. Sie sind riesig und wunderschön.

Auch ein paar Emus waren immer mal wieder zu sehen. (Von denen konnten wir bisher kein Foto machen.)

Je näher wir Coober Pedy kamen, veränderte sich die Landschaft. Viele Hügel, die sich wie Zuckerhüte aneinanderreihten, tauchten am Straßenrand auf.

Der Ursprung des Namen Coober Pedy stammt aus dem Sprachgebrauch der Aborigines und heißt übersetzt so viel wie: „Die Löcher des Weißen Mannes.“

1936 wurden in Coober Pedy die ersten Opale gefunden. Seitdem gilt diese Region bis heute als die Opal- Hauptstadt der Welt.

Bei unserer Ankunft gegen 14:30 Uhr haben wir ein wenig die Stadt erkundet. Hier sind viele Häuser Kirchen aber auch Museen, in die Berge gebaut, da es dort Winter wie Sommer eine gleich bleibende Temperatur gibt. Schon recht praktisch, da man in der Zeit um 1940/50 noch gar keinen Strom im Outback hatte.

Der Campingplatz war super. Wir sind erst mal schwimmen gegangen und haben uns von den 30 Grad Lufttemperatur abgekühlt. Im Anschluss haben wir eine Maschine Wäsche gewaschen und die heißen Duschen genossen.

Zum Abendessen haben wir draußen bei den Gemeinschafts-BBQs Burger gegrillt und hatten hungrige Gesellschaft von 2 streunenden Katzen. Die beiden hatten nicht wirklich Glück bei uns, da unsere Burger vegetarisch waren. Beide mochten aber die Cornichons und Tomaten, die wir ihnen angeboten haben. Der Eisbergsalat wurde hingegen verschmäht.

Und dann war der Tag auch schon wieder vorbei und unsere Kojen haben auf uns gewartet.