Vier sind wieder weg.
Nach dreimaligem Ein-und Auspacken der Taschen, haben wir es pünktlich geschafft unser Chaos zu beseitigen.

Nachdem unser Gepäck dauernd zu schwer war habe ich erneut gewogen und umgepackt und das so lange, bis alle Taschen 23 kg wogen.
Nach einer doch recht kurzen Nacht, hat André uns netterweise um 6:30 Uhr abgeholt und zum Flughafen gefahren.
Beim Einchecken kam dann die Überraschung: die Taschen waren fast alle leichter als 23 kg. Sogar teilweise ein bis zwei Kilo. Na, so ein Mist.
So viele Sachen sind jetzt in Bremen geblieben, die wir gerne dabei gehabt hätten. Es ist wie es ist. Und für irgendetwas wird es wohl gut gewesen sein.
Da dürfen wir uns wohl bald mal eine neue Kofferwaage zulegen.
Die Sicherheitskontrolle war auch noch spannend und sehr genau. (Was ja gut ist.) allerdings so genau, dass alle unsere Gepäckstücke noch mal extra durchsucht worden sind und bei Oskar sogar ein falscher Alarm losging und die Flughafen-Polizei anrückte. Oskars Sachen wurden ausgiebig untersucht und wir sind just in time beim Boarding gewesen.
Das ging ja schon mal gut los.




Der Rückflug war recht entspannt und unaufgeregt. Außer vielleicht für Pollie, die hat sich in der letzten Wochen auf dem Reiterhof leider eine Erkältung eingefangen und hat während der Landephasen auf den Flügen etwas an Ohrenschmerzen gelitten.
Eine weitere Erfahrung, die wir für das nächste Mal Deutschland mitnehmen: Es gibt keine wilden Ausreisen in der letzten Woche vor dem Rückflug. So kann man sich wenigstens noch etwas wieder auskurieren.
Da Christian bei seinem letzten Besuch Nürnberger Würstchen deklariert und durch den Zoll gebracht hat, haben wir uns gedacht, dass wir diesmal gleich drei Packungen davon, plus ein Paket Currywurst für Thorsten sowie diverse vegane Ersatzprodukte einführen. Schöne Idee, die leider am Zollbeamten scheiterte, der uns die Würstchen abgenommen hat, da sie Schweinefleisch enthalten, das man angeblich nicht einführen darf. Warum das auf einmal so ist, konnte er uns auch nicht erklären. Wir wollten aber auch nicht anfangen zu diskutieren und irgendwie ein Fass aufmachen.
Wir haben einen kleinen Temperaturschock bekommen als wir gelandet sind, denn statt sommerlichen Temperaturen wie in Deutschland hat uns nicht nur Thorsten, der uns netterweise am Melbourner Flughafen um 23 Uhr am Dienstag abgeholt hat, erwartet sondern auch 6 Grad und Sprühregen empfangen. Dafür hat es die nächsten Tage aufgeklart und wir haben seitdem Sonne und bis zu frühlingshaften 20 Grad.

Mit dem Jetlag haben wir diesmal mehr zu kämpfen gehabt. Jedenfalls Christian und ich. Oskar ist schon wieder am Donnerstag mit Freude zur Schule gegangen und Pollie folgte am Freitag.
Am Samstag Morgen fand das letzte Spiel der Saison in der Leongatha Netball League statt. Pollies Team hat 22:4 gewonnen und somit die Niederlage von 5:6 im Hinspiel mehr als wett gemacht. Das Phillip Island Team Blue hat den 8. Platz von 14 Mannschaften belegt. Dafür, dass dies die erste Saison für die meisten der Mädchen war, war das ein großer Erfolg.


Ich konnte es nicht lassen und bin gleich am Mittwoch nachmittags im Meer baden – ohne Wetsuit, gewesen. Warm war es nicht. Sogar weit entfernt davon. Das Meer hatte schlappe 12 Grad. Da war kein langes Baden angesagt, sondern nur ein Quickie. Schnell rein, prusten und juchzen und gaaaanz schnell wieder raus.
Am Sonntag habe ich mich dann lieber in meinen Winter-Wetsuit gequetscht, das Board geschnappt und bin das erste Mal seit acht Wochen wieder surfen gegangen. Zugegeben, ich fühlte mich recht eingerostet und steif, habe aber überraschenderweise ein paar Wellen erwischt. Nach einer halben Stunde war ich allerdings schon platt und werde das jetzt mal langsam angehen lassen.

In meinem heißgeliebten Op-Shop war ich auch schon wieder zweimal und habe fleißig gewirbelt und gewirkt. Da die Deko abhängig von den Spenden ist, ist es manchmal ganz schön tricky und herausfordernd etwas Nettes hinzubekommen. Vor allem im Winter, wo die Spenden nicht so fließen, wie sonst im Jahr und wir vor allem sehr viel „Schrott“ gespendet bekommen. Vieles ist kaputt, dreckig, unvollständig oder einfach so schrottig, dass es nicht zu verkaufen ist. Unfassbar, was Leute so spenden.


Auf jeden Fall grooven wir uns wieder ein und ruckeln uns langsam im Alltag zurecht.