Zeitraffer

Juli 8, 2023 1 Von Padeffke

26.4. – 23.6.23

Nach Bali hat es Pollie wieder mit einer Erkältung erwischt und die Arme lag eine Woche flach. Im Anschluss hat Oskar nach Nachschlag verlangt und sich munter eine Runde angesteckt. Christian und ich sind davon ein Glück verschont geblieben.

Mich erwartete eine nachträgliche Gebrutstagsüberraschung in Form eines Care-Päckchens von meiner Freundin Caroline. Darin befanden sich viele schöne Dinge, die wir hier vermissen und die uns an zu Hause erinnern.

Ansonsten plätschert das Leben hier so munter vor sich hin. Die Kids waren fleißig in der Schule, Christian und ich haben etwas gearbeitet und ich gehe trotz 12 Grad Wassertemperatur immer noch regelmäßig surfen. Allerdings jetzt mit Booties und Handschuhen. Ich habe auch erwägt mir eine Neoprenkappe zuzulegen, da bei dem frischen Wasser sich der gemeine Hirnfrost schmerzhaft breit macht.

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Durch die Nähe zum Südpol gibt es hier anscheinend öfter die Borealis Australis zu bewundern. Allerdings haben wir sie noch nicht ausmachen können und sind nachts umsonst zum Strand gefahren. Wir geben aber nicht auf und versuchen es noch mal mit Christians neuem Objektiv und dem Tripod – vielleicht klappt es ja dann.

Anfang Mai erreichte mich ein weiteres Geburtagspäckchen von meinen Freundinnen Imke und Katja. Ich freue mich immer noch jeden Tag über die schönen Geschenke. Die zwei Kerzengläser leben auf unserem Esstisch und der schöne kuschelige Schal ist im Dauereinsatz.

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Im Op Shop darf ich mit dem was so an Spenden reinkommt dekorieren und schalten und walten, wie ich Lust habe. Weil es so viel Spaß macht würde ich am liebsten noch häufiger dort sein.

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Am 13. und 14.5. war ich auf einem Yoga-Festival in Inverloch und habe das total genossen. Im Angebot waren alle möglichen Yoga Styles, Meditationen und Workshops. Das war großartig und hat mir sehr gut gefallen und echt gut getan – mal so ohne Familie und nur für mich zu sein.

Uns grüßt täglich und recht freundlich das Murmeltier und wir machen regelmäßig unseren Weg zu „unserem“ Strand dem Red Rock Beach – jeden Tag einfach immer wieder schön, ich kann einfach nicht genug von dem Ausblick bekommen und werde auch nicht müde das zu erzählen und Fotos zu machen. (Auch wenn die Sonnenuntergänge sich irgendwie alle ähnlich sind.)

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Seit Anfang Juni ist hier offizieller Winteranfang, der sich noch recht entspannt angelassen hat. Die Temperaturen sind zwar gefallen, aber wir hatten noch einige sonnige und milde Tage. Zeitgleich zum Winter hat die Walsaison begonnen. Blauwale und Buckelwale ziehen an der Bass Coast entlang in die wärmeren Gewässer der Ostküste.

Regelmäßig gehen wir auf Walsuche entlang der Küste von Philipp Island und entdecken immer wieder neue Ecken und Strände. Wir sind zu Berrys Beach, Kitty Miller Bay, Nobbies und YCW Beach gepilgert um die Meeressäuger zu sehen. Nur haben sich die Wale uns bisher noch nicht gezeigt. Kommt schon noch – ganz bestimmt.

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Wir hatten aber nicht nur Sonnenschein sondern auch heftige Regenfälle und Stürme auf der Insel. Bei langanhaltendem Regen bildet sich vorm Haus ein kleiner Teich. Ich meine sogar, ich hätte neulich Frösche im Vorgartentümpel quaken gehört. Trotz der Kälte hält sich unsere Tomatenpflanze noch tapfer und beschert uns täglich neue leckere kleine Tomätchen. Durch den Regen haben sich scheinbar auch die Regenwürmer und Käfer häuslich im Garten niedergelassen, was uns den Besuch einer ganzen Meute Galahs beschert hat.

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Oskar war Ende Juni im Probefieber mit dem Schulchor, denn Ende des Halbjahres stand der erste Auftritt im Rahmen eines Konzertabends im Theater in Wonthaggi vor ca. 400 Zuschauern auf dem Plan. Aufregung pur. Das ganze Proben hat sich bezahlt gemacht und der Auftritt lief rund und sorgte für ordentlich Applaus. Auch sonst war das Programm der Highschool-Schüler sehr gut, kurzweilig und unterhaltsam. Es traten Schulbands aus den diversen Jahrgangsstufen, Solokünstler, Quartette, Sängerinnen, Duette und Tänzerinnen und Tänzer auf.

An Oskars Schule gab es am Ende des Halbjahres einen „Reward“Tag für Schüler und Schülerinnen, die sich entweder sehr verbessert haben, konstante Leistung gebracht haben oder sich durch ihr Engagement hervorgetan haben. Die Belohnung bestand in einem Ausflug zu einem Shoppingcenter in der Nähe von Melbourne. Da es hier auf unserer verschlafenen Insel keine großartigen Shoppingmöglichkeiten gibt, war das ein totales Hightlight für die Teens. Oskar durfte aufgrund seines stetigen Einsatzes und seines Engagements mitfahren und freute sich wie Bolle am Donnerstag vor den Ferien nicht zur Schule zu gehen. Am Ende des Schultages kam er glücklich und zufrieden mit ein paar Klamotten und vollem Bauch wieder. Der Foodcourt hatte anscheinend einiges Leckeres zu bieten…

Am Donnerstag Abend sind Doro, Emil und Carl in Melbourne gelandet und sie wurden von Thorsten vom Flughafen abgeholt.